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Wechseljahre & Hormonsubstitution
Das Hormongel - Weitere häufige Fragen

Überträgt sich das Gel auf andere Personen?
Waschen Sie sich nach der Anwendung die Hände, um eine Übertragung zu vermeiden. Nachdem das Gel eingezogen ist (nach etwa 2 Minuten), besteht keine Gefahr, die Wirkstoffe von der eingeriebenen Stelle durch Hautkontakt auf andere Personen zu übertragen.

Was ist beim Duschen, Schwimmen oder Sonnenbaden zu beachten?
Um die volle Wirkung des Gels zu erzielen, sollten Sie bis etwa eine Stunde nach dem Auftragen nicht duschen, baden, saunen oder intensiv Sport treiben. Danach ist das Gel restlos in die Haut eingezogen und kann durch Wasser nicht mehr abgewaschen werden. Auch beim Sonnenbaden werden Sie durch das Gel in keiner Weise beeinträchtigt.

Was ist zu tun, wenn das Auftragen des Gels vergessen wurde?
Das ist kein Grund zur Beunruhigung. Tragen Sie die gewohnte Menge Gel unmittelbar auf, sobald Sie das Versäumnis bemerken. Um Ihren persönlichen Rhythmus beizubehalten, sollte die nächste Anwendung wieder zum üblichen Zeitpunkt erfolgen. Das Vergessen mehrerer Dosen kann zum Auftreten von Blutungen führen.

Sind bei dauerhafter Anwendung Hautreaktionen zu erwarten?
Bei sehr empfindlicher Haut können wegen des Alkoholgehaltes unter Umständen Hautirritationen und Hauttrockenheit auftreten. Tragen Sie das Gel deshalb nicht täglich auf die gleiche Hautpartie auf. Frauen mit einer vorhandenen Cellulitis sollten das Gel nicht auf den davon betroffenen Hautregionen anwenden. Da das enthaltene Östrogen Wasser bindet, könnte eine bestehende Cellulitis vorübergehend verstärkt werden.

Wirkt das Gel genauso gut wie Tabletten?
Das Gel führt ebenso wie Tabletten oder Pflaster zu einer Besserung der typischen Wechseljahresbeschwerden. Darüber hinaus kann es wie die beiden anderen Anwendungsformen vor Osteoporose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen. Bei der Hormonzufuhr über Gel oder Pflaster wird der normale Nahrungskreislaufumgangen. Magen, Darm und Leber werden geschont. Außerdem ist die Abgabe an das Blut gleichmäßiger, und geringere Östrogenmengen sind zur Behandlung erforderlich. Dadurch können Gel oder Pflasterbesser verträglich sein als Tabletten.

Ist zusätzlich die Einnahme von Gestagentabletten erforderlich?
Die alleinige Therapie mit Östrogen ist nur für Frauen geeignet, deren Gebärmutter entfernt wurde. In allen anderen Fällen werden Östrogene und Gestagene in der Regel gemeinsam eingesetzt. Bei alleiniger Anwendung von Östrogenen kann es zu einem übermäßigen Wachstum der Gebärmutterschleimhaut kommen. Dies wird durch den zusätzlichen Einsatz eines Gestagens vermieden.

Treten erneut Blutungen auf?
Durch die Östrogenbehandlung kommt es wie im früheren natürlichen Zyklus zu einem Aufbau der Gebärmutterschleimhaut. Um eine unkontrollierte Wucherung dieser Schleimhaut zu vermeiden, soll diese regelmäßig in Form einer Blutung abgestoßen werden.
Dazu wird in bestimmten Zeitabständen zusätzlich zum Östrogen ein Gestagen verordnet. Wird das Gestagen täglich zusammen mit dem Östrogen verwendet, sind keine Blutungen zu erwarten. Diese Therapieform wird jedoch erst ab einem Alter von etwa 60 Jahren empfohlen.

Beeinflusst die Hormonbehandlung das Körpergewicht?
Selbst eine langfristige Verwendung von Östrogenen wirkt sich im Allgemeinen nicht auf das Körpergewicht aus. Es kann zu Beginn der Behandlung durch vorübergehende Flüssigkeitseinlagerungen im Gewebe zu einem kurzfristigen Gewichtsanstieg kommen. Dieser reguliert sich jedoch oft nach einigen Wochen. Nur wenige Frauen wissen, dass der Kalorienbedarf mit dem Alter stetig sinkt. Dies hat zur Folge, dass das Gewicht bei gleichen Essgewohnheiten immer mehr zunimmt.

Welche Nebenwirkungen gibt es?
Im Beipackzettel sind alle jemals beobachteten oder auch nur vermuteten Nebenwirkungen aufgeführt. Sie können im Einzelfall - müssen aber nicht - auftreten. Einige sind außerdem nur von vorübergehender Dauer und klingen von selbst wieder ab. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, wenn Sie solche Wirkungen bei sich beobachten. Eine Reduzierung der Dosis, ein Wechsel des Präparates oder des Zufuhrweges führen meist schnell zur Beseitigung der Beschwerden.

Was ist mit dem Brustkrebsrisiko?
Wir wissen heute, dass eine Hormonbehandlung die Häufigkeit verschiedener Krebsarten (z.B. Eierstockkrebs) vermindert. Der Einfluss auf das Brustkrebsrisiko dagegen ist noch nicht endgültig geklärt. Verschiedene Studien kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Bei familiärer Vorbelastung wird der Arzt ein mögliches Risiko gegen den Nutzen der Behandlung sorgfältig abwägen. Unter Umständen kann auch eine Kurzzeit-Behandlung in Frage kommen, die sorgfältig überwacht wird.

Quelle: © 2003 Merck KGaA, Darmstadt - medizinpartner.de