Cortison
10 Gebote für die Langzeittherapie   Zur Druckansicht

Welche unerwünschten Folgen können auftreten?

Unmittelbare Folgen des Hormonüberschusses
Ein länger dauernder Hormonüberschuß kann ein Zustandsbild wie bei der Nebennierenrinden-Überfunktion (Cushing-Krankheit) hervorrufen: Gewichtszunahme, Vollmondgesicht, Stammfettsucht, Blutdruckanstieg, Blutzuckererhöhung, Muskelschwäche, Kaliummangel, Verminderung der Infektionsabwehr, seelische Veränderungen, Augenstörungen (grauer oder grüner Star) und als wichtigstes Knochenschwund (Osteoporose). Dagegen besteht - entgegen einer weit verbreiteten Meinung - kein Risiko einer Magengeschwürsbildung, sofern nicht gleichzeitig sog. nichtsteroidale Antirheumatika (Rheumamittel) eingenommen werden.

Die lang dauernde Einnahme höherer Cortisondosen führt zu einer Steigerung der Hormonkonzentration im Blut und hat damit auch einen Einfluß auf den sog. adrenalen Regelkreis, der die Bildung von Cortison dem jeweiligen Bedarf anpasst.

Störung der körpereigenen Hormonfunktion

Die Nebennierenrinde bildet dann - da ja kein Bedarf besteht - kein Hormon mehr und kann bei längerer Funktionslosigkeit schrumpfen. Dann ist der Patient nicht mehr streßfähig und kann in eine bedrohliche Situation geraten, wenn die Behandlung plötzlich abgesetzt wird.

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