Was ist und wer braucht Cortison?
Was ist Cortison?
Cortison ist ein hormonaler Wirkstoff aus der Nebennierenrinde. Es ist eine Vorstufe des eigentlichen Hormons, das Cortisol heißt. Heute verwendet man den Namen Cortison als Sammelbegriff für alle Abwandlungen dieses Hormons, die die gleichen Wirkungen haben.
Cortison ist für das Zusammenspiel vieler Funktionen im menschlichen Körper, insbesondere für die Aufrechterhaltung des inneren Milieus (Homöostase) verantwortlich und ist damit lebensnotwendig (Hormon für das Leben).
Cortison hat darüberhinaus die Aufgabe, den Organismus an alle Belastungen anzupassen, was durch entsprechende Steigerung der Hormonbildung innerhalb kürzester Zeit geschieht (Hormon für den Streß).
Wer braucht Cortison?
Cortison ist absolut unverzichtbar zur Behandlung all jener Patienten, deren Nebennierenrinde nicht in der Lage ist, die jeweils notwendige Hormonmenge selbst herzustellen. In diesen Fällen ist Cortison lebensrettend, lebenserhaltend und ruft bei richtiger Dosierung keinerlei Nebenwirkungen hervor.
In viel größerem Umfang werden heute Cortisonpräparate verabreicht, um Entzündungen zu unterdrücken und immunologische Reaktionen zu dämpfen. Das bedeutet, daß Cortison bei vielen ganz unterschiedlichen Krankheiten erfolgreich eingesetzt werden kann. Voraussetzung für diese Wirkung ist allerdings, daß höhere Dosen des Hormons verabreicht werden als sie der Körper normalerweise produziert. Dieser Hormonüberschuß bringt daher das Risiko unerwünschter Wirkungen mit sich.
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