Mineralstoffe & Spurenelemente
Chlor   Zur Druckansicht

Chlor gehört zwar auch zu den Mineralstoffen, ist aber eigentlich ein giftiges Gas. Es ist vor allem durch seine Verwendung zur Wasserentkeimung in den öffentlichen Schwimmbädern bekannt. Wenn nach einem Schwimmbadbesuch die Augen gerötet sind, ist meist das Chlor dafür verantwortlich. In dieser aggressiven Form spielt Chlor im menschlichen Stoffwechsel allerdings keine Rolle. Vielmehr sind es die chemischen Chlorverbindungen, die Chloride, die im Körper ihre starke Wirkung entfalten.

Der Körper enthält ca. 1,2 g Chlorid pro Kilogramm Körpergewicht. Etwa 90% davon befinden sich im extrazellulären Raum. In ungelöster Form sind Chloride Bestandteil von Knochen, in gelöster Form beeinflussen sie mit anderen Mineralien den Wasser- und den Elektrolythaushalt des Körpers. Außerdem tragen sie dazu bei, dass Nährstoffe in die Zellen transportiert werden und Zellmüll weggeschafft wird.

Gemeinsam mit anderen Substanzen sorgen Chloridionen für einen konstanten Säure-Basen-Wert des Blutes. Als Bestandteil von Salzsäure bilden sie die Magensäure in den Belegzellen des Magens. Speziell als Salzsäure (= Chlorwasserstoff) sind Chloride beim Aufbau eines gesunden pH-Werts im Magensaft unersetzbar.

Beim Chloridmangel können bestimmte Nährstoffe, wie Eiweiß, Kalzium oder Eisen schlechter verwertet werden und Bakterien sowie Parasiten können dann im Dünndarm nur unzureichend abgetötet werden. Darmstörungen wie z.B. Blähungen oder Durchfall sind die Folge.

Das bekannteste Chlorid ist das Natriumchlorid oder Kochsalz. Das Salz wiederum ist auch Hauptquelle für jenes Chlorid, das der Körper braucht, um die Stoffwechselfunktionen aufrechtzuerhalten. Da Kochsalz in der heutigen Ernährung meist reichlich verwendet wird, tritt ein Chloridmangel praktisch nicht auf.
Wenn jedoch Sportler stark schwitzen, scheidet der Körper vermehrt Natrium aus. Damit kommt es gleichzeitig zu einem Chloridverlust, da beide Elemente im extrazellulären Bereich sind. Erbrechen, Durchfall und Nierenfunktionsstörungen können ebenso einen Chloridmangel verursachen.

Beim Chlorid, wie auch beim Natrium, geht es weniger darum diesen Nährstoff zusätzlich aufzunehmen, da unsere Alltagskost ohnehin genug davon enthält. Man sollte lieber öfter mal auf das Würzen mit Kochsalz verzichten und dafür andere Gewürze einsetzen.


Warnsymptome

Chloridmangel kam folgende Beschwerden verursachen:

Wachstumsstörungen
Muskelschwäche
Durchfall
Blähungen
Dehydration (= Austrockung)
Eiweißstoffwechselstörungen
Entgleiste Magensäurewerte

 

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