Mineralstoffe & Spurenelemente
Chrom   Zur Druckansicht

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Unser Körper braucht nur verschwindend geringe Konzentrationen an Vitamin B12, Jod und auch an Chrom. Bereits eine tägliche Menge von 80 µg genügt, um unseren Körper mit Chrom zu versorgen.

Bei einem Chrommangel kommt es zu Symptomen wie Müdigkeit, Nervosität, Gereiztheit und Anzeichen eines Diabetes mellitus (= Zuckerkrankheit). Dies sind alles Beschwerden die auf einen gestörten Glucose-(Kohlenhydrat-)Stoffwechsel zurückzuführen sind.

Nerven und Gehirnzellen verlangen ausschließlich Glukose als Treibstoff, im Gegensatz zu allen anderen Körperzellen. Der Grund liegt darin, dass dieses Kohlenhydrat schneller verbrennt und seinen Energiegehalt abgibt als z.B. Fett.

Die Gehirn- und Nervenzellen brauchen sehr viel schneller Energie, da sie oft blitzschnell reagieren müssen. Funktioniert die Glukosebereitstellung gut, ist man ausgeglichen, nervlich gut belastbar, hellwach und hochkonzentriert. Fehlt Glukose im Blut, dann ist das Gegenteil der Fall. Chrom spielt bei der Kontrolle des Blutzuckerspiegels eine wichtige Rolle. Es arbeitet eng mit dem Bauchspeicheldrüsenhormon Insulin zusammen, das den Einbau von Glukose in die Zellen reguliert.

Bei leichtem Unterzucker greift man gewöhnlich zu Süßigkeiten, um den Blutzuckerspiegel wieder anzuheben. Die als Spaltprodukt von Saccharose (= Kristallzucker) entstehende Glukose gelangt nämlich sofort ins Blut und bringt somit Nerven und Gehirn den ersehnten Frischeschub.

Bei Blutzuckerwerten unter 90 mg pro zehntel Liter Blut beginnen erste Befindlichkeitsstörungen. Man fühlt sich auf unerklärliche Weise matt, auch wenn man lange geschlafen hat. Außerdem fühlt man sich ständig genervt. Bei Werten um die 70 kann man sich kaum noch konzentrieren, jedes falsche Wort macht einen extrem gereizt. Bei einem Wert um die 60 könnte man an die Decke springen.

Selbstverständlich kann Chrom den Blutzuckerspiegel nicht alleine regulieren bzw. anheben. Oft gibt es auch andere Ursachen für einen anhaltenden Unterzucker. Doch trotz allem, wenn der Wert stimmt, ist Chrom daran beteiligt.

Den genauen Chromstatus kann man nicht messen, denn Konzentrationen im Blut sagen nichts über die Menge in den Zellen aus. Die Gewebskonzentrationen sind 10- bis 100-mal höher als im Blut. Auch die Ausscheidung über den Urin lässt keinen Befund ablesen.

Mit zunehmendem Alter sinkt die Chromaufnahme im Körper. Deshalb haben Menschen ab 40 Jahren häufiger Probleme mit ihrem Blutzuckerspiegel.

Wissenschaftliche Studien belegen, dass bei altersbedingtem Diabetes mellitus die Insulinausscheidung wieder ansteigt, wenn Moleküle, in die Chrom eingebaut ist, über einen längeren Zeitraum durch die Nahrung eingenommen werden. Daher wird Chrom künftig zum wichtigen Bestandteil einer erfolgreichen Therapie von Diabetes mellitus werden.


Chromreiche Lebensmittel

Vollkornprodukte
Pilze
Früchte
Rosinen
Nüsse
Melasse
Bierhefe
Schwarzer Pfeffer


Stoffe, die Chrom herabsetzen

So genannte Streßfaktoren fordern erhöhte Chromrationen bzw. führen auch zu einer erhöhten Chromausscheidung. Hierzu zählt jede körperliche Aktivität (z.B. im Beruf oder Sport, Infektionskrankheiten).

Der Einfachzucker in der Nahrung entzieht dem Körper Chrom (z.B. Teigwaren, Klöße, Weißbrot, Kuchen, Gebäck, alles Süße, mit Zucker versetzte Getränke).


Warnsymptome

Chrommangel kann folgende Beschwerden verursachen:

ständige Müdigkeit
Nervenschwäche
Antriebsarmut
Unruhe
Gereiztheit
Schlafstörungen
Konzentrationsstörungen
Depressive Verstimmungen
Schwindelanfälle
Kopfschmerzen
Angstzustände
Gier nach Süßem
Alkoholsucht

 

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