Besuchen Sie auch unseren Check-Up zum Thema Kalium.
Im menschlichen Organismus befinden sich ca. 2 g Kalium pro Kilogramm Körpergewicht. 98% davon sind innerhalb der Zellen angesiedelt. Im Inneren der Zelle ist die Flüssigkeit als ideales Lösungsmittel für viele Enzyme und Eiweißstoffe. Für eine ausreichende Flüssigkeitsmenge in den Zellen sorgt das Kalium und wird hierbei vom Natrium unterstützt. Käme der Austausch von Nährstoffen zum Stillstand, würde mehr Wasser in die Zelle eindringen und diese fast zum Platzen bringen. Ein Ausfall der Natrium-Kalium-Pumpe bedeutet folglich die Vorstufe vom Zelltod.
Auch im Glukosestoffwechsel ist Kalium unersetzlich. Kalium transportiert, unterstützt vom Phosphor, Glukose (= Kohlenhydrate) zu den Gehirnzellen. Im Gegensatz zu allen anderen Zellen, wollen die Gehirnzellen ausschließlich mit Glukose versorgt werden. Für den Menschen macht sich der Glukosemangel in Schwindel, Konzentrationsmangel und plötzlicher Müdigkeit bemerkbar. Gehirnzellen bevorzugen Glukose, da dieses Molekül schnell gespalten und zur Verfügung gestellt werden kann. In gefährlichen Situationen muss das Gehirn schnell hellwach sein, um richtig reagieren zu können. Bis ein Fettmolekül verbrannt ist und als Zellnahrung zur Verfügung steht, vergeht wesentlich mehr Zeit.
Kalium ist auch am Eiweißstoffwechsel beteiligt und aktiviert bestimmte Enzyme.
Die Kaliumaufnahme erfolgt vor allem über den Dünndarm. Im Körper selbst wird es durch die Hormone der Nebennierenrinde reguliert. Diese sorgen dafür, dass etwa 95% des Nahrungskaliums über die Nieren wieder ausgeschieden werden. Die Nebennieren spielen auch bei stressbedingten Vorgängen im Körper eine wichtige Rolle. Sie veranlassen bei Stress eine erhöhte Hormonausschüttung, deren Folge wiederum eine vermehrte Kaliumausscheidung im Darm ist.
Kaliumreiche Lebensmittel
Kalium ist in allen naturbelassenen Lebensmittel in höheren Mengen enthalten.
 | Obst
|
 | Salat
|
 | Rohkost
|
 | Gemüse
|
 | Vollkornprodukte
|
 | Ungeschälte Kartoffeln
|
 | Avocado
|
Alle verfeinerten Lebensmittel wie z.B. polierter Reis oder Weißmehlprodukte haben enorme Kaliumverluste!
Gefährlich ist es, wenn man sich nicht nur nährstoffarm, sondern noch dazu kochsalzreich ernährt. Die Nieren sind ständig bemüht, das Zuviel an Natrium aus dem Körper auszuscheiden. Da aber die Kaliumausscheidung an die Natriumausscheidung gekoppelt ist, geht auch dieses Mineral verloren.
Kalium für Sportler
Kalium wird zu 95% über den Urin ausgeschieden, die restlichen Prozente gehen dann vorwiegend über das Konto von Atmung und Schweiß. Einen Sonderfall stellen Leistungssportler dar. Durch die Anstrengung schwitzt der Körper extrem stark und scheidet über den Schweiß viele Elektrolyte aus, wie z.B. Kalium. Aus diesem Grund müssen Sportler besonders auf eine ausreichende Kalium- bzw. Mineralienzufuhr achten.
Gefahr durch Abführmittel
Bei regelmäßigem Abführmittelgebrauch entstehen extreme Kaliumverluste. Ohne Kalium und die anderen Mineralstoffe, kann der Darm nicht wieder zu einer eigenen Tätigkeit angeregt werden. Denn auch die Darmbewegung ist auf Nervenreize und neuromuskuläre Erregung angewiesen. Diese wiederum können ohne ausreichend Kalium nicht aktiviert werden. Der Darm wird immer schlaffer, es müssen immer höhere Dosen des Abführmittels eingenommen werden, um überhaupt noch eine Wirkung zu erzielen. Es kommt zu einem Teufelskreis.
Warnsymptome
Kaliummangel kann folgende Beschwerden verursachen:
 | Nervosität
|
 | Schlafstörungen
|
 | Müdigkeit
|
 | Herzrhythmusstörungen
|
 | Muskelschwäche
|
 | Muskelkrämpfe
|
 | Verstopfung
|
 | Darmkrämpfe
|
 | Schwächeanfälle
|
 | Trockene Haut
|
 | Akne (vor allem bei Heranwachsenden)
|
 | Kopfschmerzen
|
 | Verzögerte Wundheilung
|
|