Mineralstoffe & Spurenelemente
Mangan   Zur Druckansicht

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Mangan ist einer der Minimotoren unserer Lebenskräfte, obwohl wir von diesem Spurenelement täglich nur zwischen zwei und fünf tausendstel Gramm brauchen. Leber-, Nieren-, Bauchspeicheldrüsen- und Herzzellen benötigen sehr viel Mangan, da diese Zellen am meisten leisten müssen. Ein Mangel wirkt sich an diesen Organen am schnellsten aus. Auch die Hirnanhangsdrüse (stellt die meisten Hormone her), die Zirbeldrüse (produziert das Schlafhormon) und die Milchdrüsen der Frau sind mit Mangan vollgepumpt. Außerdem aktiviert Mangan Enzyme, besonders solche, die bestimmte Vitamine im Stoffwechsel funktionsfähig machen. Man kann beispielsweise noch soviel frisches Obst essen, das dann enthaltene Vitamin C wäre ohne Mangan nicht einmal ein fünftel wert!

Auch beim Eiweiß-, Kohlenhydrat-, Fett- bzw. Cholesterinstoffwechsel spielt Mangan eine ähnlich wichtige Rolle. Das Skelett braucht Mangan ebenso dringend wie das Blut. Das Spurenelement unterstützt außerdem Nerven und Gehirn und ist wichtig für die Produktion von Schilddrüsenhormonen.

Wenn Liebe und Sex keinen Spaß mehr machen, kann Manganmangel die Ursache sein. Mangan wird u.a. für die Herstellung des Farbstoffs Melanin in Haut und Haaren sowie für die Biosynthese des potenten Nervenreizstoffs Dopamin gebraucht. Dopamin sorgt im Körper für Ausgeglichenheit, innere Ruhe und Heiterkeit.

Nur etwa 5% des Mangans der Nahrung werden ins Blut aufgenommen. Durch Kalzium, Phosphorsalze, Eisen und Pflanzensäuren wird das Spurenelement in seiner Bioverwertbarkeit gebremst oder daran gehindert durch die Darmschleimhaut ins Blut vorzudringen. Der Eiweißbaustein Histidin (meist in tierischer Kost) sowie Zitrate (Salze der Zitronensäure, die besonders reich in Zitronen enthalten ist) hingegen erleichtern Mangan den Zutritt in den Stoffwechsel und erhöhen dadurch seine Bioverfügbarkeit.

Im Innern der Körperzelle stimuliert Mangan Enzyme, die Eiweiß nicht zerlegen sondern zusammensetzen. Darin liegt das Geheimnis unserer Jugendlichkeit. Wenn Mangan fehlt wird eine Vielzahl an Eiweißproduktionsstätten von den Zellen abgebaut. Das Eiweiß ist aber enorm wichtig für die Zellerneuerung. Kommt es zu einem Mangel, können der Zellkern und andere Zellteile nicht mehr richtig regeneriert werden, es kommt zu einer vorzeitigen Alterung.

Auch für die Insulinproduktion ist Mangan unerlässlich. Auch das überschüssige Fett in der Blutbahn kann ohne dieses Spurenelement nicht in die diversen Stoffwechselprozesse eingebunden werden. Mangan hilft also mit, Blutfette abzubauen, und schützt so vor Arteriosklerose und Herzproblemen.

Mangan kann in Verbindung mit Vitamin C der Krankheit Lupus erythematodes (entzündliche Hauterkrankung) entgegenwirken. Bei dieser Krankheit wird das Kollagen in Haut, Blutgefäßen und anderen elastischen Bindegeweben zerstört.


Manganreiche Lebensmittel

Nüsse
Samen und Keime
Grünes Blattgemüse
Blattsalat
Eigelb
Sonnenblumenkernöl


Warnsymptome

Manganmangel kann folgende Beschwerden verursachen:

Ohrgeräusche und Schwerhörigkeit
Trockene, rissige Haut
Pessimismus und Verzagtheit
Müdigkeit
Mangelnde Libido
Gewichtsverlust
Gelenkschmerzen
Unruhezustände
Nachlassendes Haarwachstum

 

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