Mineralstoffe & Spurenelemente
Natrium   Zur Druckansicht

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Natrium kommt in der Natur vorwiegend in seiner gebundenen Form als Natriumchlorid (= Kochsalz) vor. Zum Mineralstoffanteil im Körper steuert es ca. 2% bei, 90% davon befinden sich in der Flüssigkeit außerhalb der Zellen, hier ist Natrium das wichtigste Kation.

Eine wichtige Rolle spielt Natrium bei der Steuerung des Wasserhaushalts im Organismus, immerhin besteht der Körper zu über 50% aus Wasser. In Blut und Nieren finden sich etwa 80%, Muskeln und Gehirn bestehen zu etwa 75% und die Knochen zu 22% aus Wasser. Etwa die Hälfte des Körperwassers befindet sich in den Zellen, die andere Hälfte ist im so genannten extrazellulären Bereich. In dieser extrazellulären Flüssigkeit hat Natrium vor allem die Aufgabe des Transportmittels und sorgt zusammen mit Kalium dafür, dass die Nährstoffe aus dem Zellinneren dorthin gelangen wo sie gebraucht werden. Das Wasser mit den gelösten Nährstoffen kann zwischen dem Zellinneren und der Zellumgebung ausgetauscht werden. Zu diesem Zweck sind einzelne Elemente ungleich auf verschiedene Flüssigkeitsmengen verteilt. So sorgen Natriumionen dafür, dass die Flüssigkeitsmenge außerhalb der Zelle stets möglichst gleich bleibt. Wenn die Zellen zuviel Wasser verlieren trocknen sie aus, altern und sterben schneller ab.

Das zweite wichtige Elektrolyt, das im Zellinneren überwiegt, ist das Kalium. Es sorgt im Zusammenspiel mit Natrium dafür, dass Wasser ins Zellinnere gepumpt wird. Dieses Verhältnis bzw. Konzentrationsgefälle ist die Basis dafür, dass Nährstoffe überhaupt ausgetauscht, Nervensignale weitergeleitet und Muskelzellen zu einer Bewegung angeregt werden können. Nur der gesunde Wassergehalt der Zelle ermöglicht Milliarden chemische Stoffwechselreaktionen und alle wichtigen Zellfunktionen.


Bauch durch zu viel Natrium

Da Natrium die Eigenschaft hat, Wasser zu binden, gelangt bei salzreicher Kost viel Wasser in den Bauch und Körper. Bei einer einzigen extrem salzreichen Mahlzeit kann bis zu einem halben oder ganzen Liter Wasser im Bauchraum gebunden werden. Dieses Wasser fehlt dann den Nieren für ihre Filtertätigkeit. Daher macht salzreiche Kost auch sehr durstig. Zur Bauchreduzierung hilft es öfters mal kaliumreiche und natriumarme Nahrung zu sich zu führen.


Säure-Basen-Haushalt

Natrium ist einer der Mineralstoffe, die den Säurewert des Blutes überwachen. Dieser pH-Wert ist wichtig für unser Befinden, bei einem Absinken kann es zu schweren Stoffwechselstörungen kommen. Außerdem hält Natrium die Gewebsspannung aufrecht und greift schließlich auch noch in den Blutdruck ein.

Und schließlich schiebt Natrium zusammen mit Kalium auch Biostoffe ins Zellinnere, welche für die Spaltung und den Abbau von schädlichen Stoffen und Abfallprodukten (hauptsächlich Eiweiß) sorgen.

Ernährungsbedingter Salzmangel dürfte für Nordeuropäer eher unwahrscheinlich sein. Im Gegenteil: Natrium ist wohl das einzige Mineral, mit dessen Überschuss der Körper zu kämpfen hat.

Mit ihren 2 Millionen Filterchen sind die Nieren ständig beschäftigt, 700 Liter Blut täglich zu filtern. Sie sorgen dafür, dass die Blutkonzentrationen der wichtigen Nährstoffe möglichst optimal bleiben. Aus diesem Grund scheiden sie überflüssiges Natrium aus. Daran ist aber gleichzeitig die Ausscheidung des lebenswichtigen Kaliums gekoppelt. Eine tägliche Kochsalzaufnahme von bis zu 10 g pro Kopf ist in Industrienationen heute fast schon die Regel. Dies hat allerdings verheerende Kaliumverluste über den Urin zur Folge.


Natriumreiche Nahrungsmittel

Meeresfische
Krabben und andere Schalentiere
Muscheln
Geflügel
Fleisch
Oliven
Ketchup
Salzstangen
Senf

Salz ist als Konservierungsmittel in Fleischwaren und in Konserven billiger Standard. Unser Brot enthält so viel Salz, dass es alleine ausreichen würde unseren täglichen Natriumbedarf zu decken.


Warnsymptome

Zu hoher Salzkonsum kann folgende Beschwerden verursachen:

Erhöhter Blutdruck
Erhöhte Cholesterinwerte
Nierenbeschwerden
Gefäßkrankheiten
Herzklopfen
Leberbeschwerden
Bauchspeicheldrüsenunterfunktion
Zu niedriger Blutzuckerspiegel
Zuckerkrankheit
Ödeme

 

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