Wissenschaftler der Universität Wuppertal haben einen vollautomatischen Apparat entwickelt, der Texte aus Büchern als Blindenschrift oder Sprache ausgibt
„Das Gerät eignet sich nicht nur für blinde oder stark sehbehinderte, sondern auch für körperbehinderte Menschen, die Bücher nicht selbst halten können“, sagt Professor Jürgen Schlingensiepen, unter dessen Leitung der Bücherfuchs von dem Ingenieur Jörg Beyer entwickelt wurde. Die Idee dazu kam von dem blinden Studenten Matthias Fuchs, nach dem das Gerät auch benannt ist. Und so funktioniert der Bücherfuchs: Buch aufklappen und mit den Seiten nach oben in eine Schublade des Geräts legen. Ein Scanner tastet den Text ab und speichert ihn in einem angeschlossenen Computer. Nach jeder erfassten Seite blättert der Bücherfuchs automatisch um, bis das gesamte Buch erfasst ist. Anschließend kann sich der Nutzer das Buch als Blindenschrift über eine Brailletaste ausgeben oder auch vom Computer gespeichert vorlesen lassen. Bislang gibt es vom Bücherfuchs nur Prototypen. Die Erfinder suchen jedoch Industriepartner, die das Gerät in Serie herstellen. Geschätzter Preis: ab 1500 Euro.
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