Mineralstoffe & Spurenelemente
Phosphor   Zur Druckansicht

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Phosphor ist das wichtigste Nichtmetall unter den Mengenelementen. In der Erdkruste ist dieses chemische Element häufig als Bestandteil von Apatit (= schöner prismatischer Kristall) zu finden und kommt aber auch in den Ozeanen vor. Ein geringer Teil des Phosphors ist wasserlöslich und kam deshalb von Pflanzen und Mikroorganismen verwertet und z.B. in organische Moleküle eingebaut werden.

Phosphor ist nach Kalzium der Mineralstoff mit der höchsten Konzentration im Körper, nämlich rund 700 g beim Erwachsenen. Es liefert die Bausubstanz für Knochen und Zähne. Außerdem ist das Mineral am Energiestoffwechsel beteiligt. In vielen Fällen, wie z.B. beim Knochenbau ist das Phosphor auf die Hilfe von Kalzium angewiesen.

Ca. 85% des Körperphosphors steckt in den Knochen. Dort bildet es zusammen mit Kalzium den Knochenzement Hydroxylapatit. Wie hart und fest sich die Knochen bilden, ist also auch von Phosphor abhängig. Deshalb kann Osteoporose auch durch Phosphormangel entstehen.


Energiequelle

Die Hauptaufgabe von Phosphor ist der Energiestoffwechsel. Sowohl die Transformation als auch die Speicherung und die Verwertung von Energie verlaufen über phosphorsäurehaltige Verbindungen. Um die Körperstrukturen und -funktionen aufrechtzuerhalten, muss dem Organismus ständig Energie in Form von Nährstoffen zugeführt werden. Ein Teil dieser Energie wird dann in Arbeit umgesetzt, ein anderer geht als Wärme verloren.

Die unmittelbare Energiequelle für all diese Leistungen ist das ATP (= Adenosintriphosphat). Dieser wichtige Energiespeicher und Energieüberträger des menschlichen Organismus enthält drei energiereiche Phosphatgruppen, die stufenweise Energie abgeben können. Insofern ist es nahe liegend, dass gerade Leistungssportler oder körperlich hart arbeitende Menschen einen erhöhten Phosphorbedarf haben.


Glück und Freude

Auch am Nervenstoffwechsel ist Phosphor beteiligt. Sämtliche Emotionen des Menschen werden als chemische Reaktionen über die Nerven- und Gehirnzellen weitervermittelt. Phosphorfettstoffe bzw. Phosphatverbindungen spielen dabei eine wesentliche Rolle. Selbst beim Transport von Cholesterin in die Zellschutzschicht geht ohne Phosphorverbindungen gar nichts.

Darüber hinaus greift Phosphor auch in den Kohlenhydrat- sowie in den Fett- und Eiweißstoffwechsel ein.

Phosphor wird auch zur Verwertung von Vitamin B2 und Niazin gebraucht.

Wie der Kalziumspiegel wird auch der Phosphorspiegel im Blut ständig konstant gehalten, da beide Minerale im Blut aneinander gebunden sind. Der Regulationsmechanismus dafür ist wieder mal das Parathormon aus der Nebenschilddrüse. Steigt die Phosphatkonzentration im Blut, reagiert das Hormon mit einer erhöhten Ausscheidung von Phosphor über die Nieren. Mit dem Anstieg der Phosphatkonzentration kommt es nunmehr zu einem Absinken der Kalziumkonzentration. Das Parathormon sorgt in diesem Fall für eine verstärkte Kalziumaufnahme. Um den optimalen Skelettstoffwechsel aufrechtzuerhalten empfiehlt man deshalb ein Verhältnis zwischen Kalzium und Phosphor von ca. 1 - 1,5. Schließlich greift auch Vitamin D, das synergetisch mit dem Parathormon arbeitet, in die Phosphorregulierung ein.


So entsteht ein Mangel

Nicht nur die Aufnahme-, sondern auch die Ausscheidungskapazität für Phosphor wird durch bestimmte Mineralien verschlechtert. Zu viel Aluminium und Magnesium beispielsweise oder auch zuviel Kalzium in der Nahrung können die Phosphoraufnahme um mehr als die Hälfte senken. Bei einem massiven Phosphormangel kann es zu bedenklichen Folgen kommen: zu Knochenschmerzen, schweren Schwächezuständen oder sogar geistigen Verfall.

Im Alter reduziert sich die Phosphoraufnahme aus dem Darm ins Blut. Ein Phosphorverlust von 65% ist keine Seltenheit. Bei einer zusätzlich erhöhten Ausscheidung über den Urin kann dies fatale Folgen für Zähne und Knochen haben. Schon ab dem 30. Lebensjahr sollte man deshalb zunehmend auf eine natürliche ausgewogene Kost setzen. Vor allem Frauen nach der Menopause müssen auf die Phosphorzufuhr achten.


Phosphorreiche Lebensmittel

Eine gesunde Mischkost mit naturbelassenen Lebensmitteln ist ideal.

Vollkornprodukte
Gemüse
Hülsenfrüchte
etwas Fleisch (2x/Woche)


Warnsymptome

Phosphormangel kann folgende Beschwerden verursachen:

Wachstumsstörungen
Knochenbeschwerden.
Zahnverfall
Arthritis
Appetitmangel
Gewichtsverlust (aber auch Gewichtszunahme)
Müdigkeit
Nervosität
Unregelmäßige Atmung

 

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