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Schwefel kommt in der Natur frei (als Vulkanschwefel oder Gesteinsschwefel) oder in gebundener Form (als Sulfid, Sulfit oder Sulfat) vor. Er verbirgt sich z.B. hinter Glaubersalz (Natriumsulfat) und hinter Bittersalz (Magnesiumsulfat).
In Verbindung mit Sauerstoff (als Schwefeldioxid), kann Schwefel in der Natur großen Schaden anrichten. So ist es beispielsweise Bestandteil des sauren Regens und damit für das Waldsterben mitverantwortlich.
Schwefel im Körper
Im menschlichen Körper kommt dieses Mineral nur in gebundener Form vor, als Bestandteil der schwefelhaltigen Aminosäuren Zystein, Methionin und Taurin. Sie werden für die Produktion von Eiweiß benötigt.
Unseren Stoffwechselschwefel beziehen wir ausschließlich aus Eiweißen. Ein Mangel an Schwefel führt zu ernsthaften Komplikationen im Stoffwechsel. Er ist nämlich nicht nur im Eiweiß, sondern auch in verschiedenen Vitaminen enthalten. Dadurch sorgt das schwefelhaltige Molekül dafür, dass die Energieproduktion in den Zellen nicht zum Stillstand kommt. Außerdem wirken die schwefelgeladenen Moleküle in Vitamin B1 und Biotin, unterstützt von mehrfach ungesättigten Fettsäuren, beim Schutz und bei der Versorgung der Nervenzellen mit.
Straffes Bindegewebe
Bindegewebe, Knorpel und die anorganische Knochenmatrix benötigen ebenso Schwefel in Form von Sulfat. Sowohl die Gelenkschmiere, wie auch die Innenschicht unserer Gelenkkapseln bestehen aus Schwefelverbindungen und müssen aufgrund hoher Belastungen immer wieder erneuert werden. Geschieht dies nicht, können schmerzhafte Degenerationserscheinungen und steife Gelenke die Folge sein.
Aktiviertes Sulfat ist auch an Entgiftungsprozessen im Körper beteiligt.
Schutz vor Krankheitserregern
Die schwefelhaltige Aminosäure Methionin hat viele wichtige Aufgaben im Körper. Sie transportiert die wichtige Immunsubstanz Selen und trägt damit zur Abwehr von Krankheitserregern bei. Dieses Spurenelement ist sehr wichtig für die Augen, aber auch für die Gefäßwände und das Bindegewebe, die einen dauerhaften Schutz vor freien Radikalen aufbauen müssen. Auch für den Fettstoffwechsel ist Methionin unverzichtbar. Zusammen mit anderen Substanzen sorgt es dafür, dass die ölig-feuchten Schutzschichten der Nervenzellen intakt bleiben. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für unser seelisches und geistiges Wohlbefinden.
Schöne Haut, Haare und Nägel
Damit unser Haar glänzt und die Fingernägel fest bleiben, sind sie auf die Zufuhr von Schwefel angewiesen. Denn die Hornsubstanz Keratin, die zur Bildung von Haaren und Nägeln benötigt wird, ist ebenfalls ein schwefelhaltiges Protein. Übrigens, das Haar rothaariger Menschen hat den höchsten Schwefelgehalt.
Schwefel sorgt auf zwei Arten für eine geschmeidige Haut: Er hält den natürlichen Fett- und Feuchtigkeitsgehalt der Haut aufrecht und transportiert Zink ins Bindegewebe. Zusammen mit Vitamin C baut dieses Spurenelement kräftiges elastisches Kollagen auf, es wird ein stabiles und gleichzeitig dehnbares Geflecht gebildet.
Auch der vorzeitigen Faltenbildung kann durch Schwefel entgegengewirkt werden. Denn Cystein, eines der bedeutendsten Eiweißbausteine der Haut, besteht ebenfalls zum großen Teil aus Schwefel. Vitamin C schützt Cystein im Bindegewebe vor dem Angriff freier Radikale und gehört deshalb zu den wirkungsvollsten Hautvitaminen.
Natürliches Antibiotikum
Die in manchen Lebensmitteln enthaltenen Schwefelverbindungen wirken wie Antibiotika und eignen sich daher bei Erkältungen, Grippe, Bronchitis und anderen Infektionen.
Schwefel als Konservierungsmittel
Schwefelige Säure und ihre Salze (= Sulfite) sind in vielen Lebensmitteln als Zusatzstoffe enthalten. Sie sollen die Haltbarkeit verbessern. Schwefelige Säure wird z.B. dem Wein (u.a. schwerem, süßem Wein) zugesetzt um ihn lange lagern zu können und das Wachstum von Schimmelhefen zu stoppen. Ist die Menge sehr gering, ist dies gesundheitlich unbedenklich. Manche Menschen reagieren aber schon bei den kleinsten Mengen der schwefelhaltigen Konservierungsstoffe mit Unverträglichkeiten. Dies äußert sich vor allem in Kopfschmerzen und Übelkeit. Als Bioweine ausgewiesen Weine haben keine Schwefelzusätze und sind daher besser verträglich aber weniger lange haltbar.
Schwefelhaltige Lebensmittel
 | Meerrettich
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 | Brunnenkresse
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 | Zwiebeln
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 | Lauch, Porree
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 | Bärlauch
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 | Knoblauch
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 | Erdnüsse
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 | Miesmuscheln.
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 | Parmesankäse
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Warnsymptome
Schwefelmangel kann folgende Beschwerden verursachen:
 | Niedergeschlagenheit
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 | Ängste
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 | Stumpfes Haar
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 | Fahle Haut
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 | Schlaffes Bindegewebe
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 | Brüchige Fingernagel
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 | Grauen Star
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 | Lebervergiftung
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 | Durchblutungsstörungen
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 | Gelenkbeschwerden
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