Mineralstoffe & Spurenelemente
Zink   Zur Druckansicht

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Früher war der Erdboden reich an Zink, einem bläulich schimmernden Metall. Durch die Gletscherbildung während der Eiszeit wurden jedoch große Teile der im Boden vorkommenden Metalle und Mineralien heraus gewaschen. Eine lange Folge von Erntezyklen sowie der weit verbreitete Getreideanbau in Monokultur taten ihr übriges, um die Konzentrationen kostbarer Spurenelemente im Boden zu reduzieren. Heutzutage sind Felder, Äcker und Gärten meist so ausgelaugt, dass deren Produkte unserem inneren Stoffwechsel nicht mehr genügen. Ganz zu schweigen von Pestiziden, Insektiziden und Tonnen anderer Giftstoffe, die unsere Ackerböden noch viele Jahrzehnte belasten werden. Verglichen mit dem üppigen Korn unserer Urahnen, liefert das heutige Getreide nur noch ein Drittel der verwertbaren Biostoffe.

Beschwerden, Erkrankungen und Befindlichkeitsstörungen aller Art sind oft nur auf einen simplen Mangel an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen zurückzuführen.

Patienten werden häufig bei einem oder mehrere Einzelsymptomen über längere Zeit mit verschiedenen Medikamenten behandelt, obwohl in vielen Fällen lediglich ein Zinkmangel vorliegt.

Ähnlich wie bei den meisten anderen Spurenelementen ist der Zinkwert im Blut wenig entscheidend. Wichtig ist vor allem die Zinkkonzentration in den Zellen. Daher lassen sich Zinkmangelzustände nicht von heute auf morgen beheben, wie dies z.B. bei Vitamin-C-Mangel möglich ist. Umgekehrt sinkt aber bereits 12 Stunden nach einer völlig zinkfreien Hauptmahlzeit die Zinkkonzentration im Blut auf bis zu 50% ab.


Zinkreiche Nahrungsmittel

Meeresfrüchte
Fische
Leber
Eier

Das Zink in diesen Lebensmitteln wird besser vom Körper aufgenommen, da in diesen Nahrungsmitteln viele Eiweißbausteine enthalten sind, die zusammen mit Zink stabile Komplexe bilden und dann leichter durch die Darmwand ins Blut gelangen.

Im Gegensatz zu den tierischen Zinklieferanten enthalten Getreide und Ballaststoffe ein pflanzliches Eiweiß und zusätzliche Säuren, die mit Zink unlösliche Komplexe bilden. Außerdem konkurriert Zink mit anderen Metallen um den effektivsten Weg vom Darm ins Blut. Beispielsweise brauchen Zink und Eisen denselben Proteinträger, um vom Darm in die Blutbahn transportiert zu werden. Vitamine gelangen wesentlich leichter ins Blut als Mineralstoffe und Spurenelemente.

Jede unserer Körperzellen ist von einer ölig-feuchten Schutzschicht umgeben. Hier tummeln sich unter anderem Immunkörper, Enzyme und Eiweiße. Durch die Zellschutzschicht wird das Zellinnere versorgt. Ohne Zink würde sowohl in der Zelle wie auch in der Zellmembran das reinste Chaos herrschen. Das Spurenelement verhindert, dass an der Schutzschicht Fremdmoleküle anlegen. Es ist außerdem Bestandteil von Radikalfängern, die zerstörerische Substanzen abwehren.

Aber auch im Zellinneren sorgt Zink für Festigkeit, für die kräftige Struktur der Ribonukleinsäuren und Desoxyribonukleinsäuren (= DNS), die unsere Erbanlagen speichern. So genannte Zinkfinger an Genen und Chromosomen sorgen dafür, dass sich Schwankungen der Zinkkonzentrationen durch die Nahrung nicht irritierend auf die Arbeit der DNS auswirken. Nur so können der Zellkern oder einzelne Zellteile regeneriert werden. Dies ist die wichtigste Voraussetzung für unsere Gesundheit und dass wir nicht zu schnell altern.

Eine weitere Aufgabe erfüllt Zink als Enzymaktivator beim Aufbau der Schilddrüsenhormone, des Wachstumshormons, der Fortpflanzungshormone in der Hirnanhangdrüse und von Kortisol, einem entzündungshemmenden Stresshormon. Zinkabhängige Enzyme tragen im Körper zu vielen chemischen Reaktionen bei. Unterstützt werden der Kohlenhydrat- und Energiestoffwechsel, der Auf- und Abbau von Eiweißmolekülen, außerdem die Produktion roter Blutkörperchen, aber auch die Gesunderhaltung von Haut und Bauchspeicheldrüse.

Weiterhin aktiviert Zink ein Konzentrationshormon aus der Hirnanhangsdrüse und sorgt so dafür, dass wir aufmerksam und wach sein können. Mit der Aktivierung dieses Hormons erfolgt gleichzeitig der Ausstoß des Euphoriepeptids Beta-Endorphin, welches einen optimistisch auf die täglichen Aufgaben einstimmt. Eine weitere Aufgabe dieses Spurenelements ist die Unterstützung des Immunsystems bei seinen Abwehrmechanismen, es kräftigt die unterschiedlichen weißen Blutkörperchen.

Die Zinkkonzentrationen in Lebensmitteln sind starken Schwankungen unterworfen. Die Resorption von Zink im Körper wird durch Phytinsäure vermindert und durch Eiweiß erhöht.


Warnsymptome

Zinkmangel kann folgende Beschwerden verursachen:

Wachstumsstörungen
Haarausfall
Hautkrankheiten
Angstzustände
Libidomangel, Potenzstörungen
Depressive Verstimmungen
Störungen der Motorik
Verzögerte Wundheilung
Sehstörungen

 

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