Vitamine
Vitamin K   Zur Druckansicht

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Dieses Vitamin hat eine bedeutende Rolle im Stoffwechsel der Knochen und des Bindegewebes und sorgt mitunter auch für eine gesunde Nierenarbeit. Absolut unerlässlich ist Vitamin K bei der Blutgerinnung. Ohne ausreichende Mengen dieses Biostoffes würden Wunden ständig weiter bluten.

Vitamin K enthält einen bislang unbekannten Eiweißbaustein, der in Leberzellen aus der schon lang bekannten Glutaminsäure hergestellt wird. Vitamin K ist am Einbau und an der Verwertung von Kalzium wie auch am Zusammenwirken von Kalzium und Vitamin D maßgeblich beteiligt. Außerdem sorgt es für eine gleich bleibende Konzentration des Blutgerinnungsstoffs Prothrombin. In Herz und Lunge wurden wichtige Eiweißsubstanzen gefunden, die nur mit Hilfe von Vitamin K synthetisiert werden können.

Vitamin K ist, wie die Vitamine A, D und E, fettlöslich. Ein gesunder Fettstoffwechsel ist daher für die Funktion des Vitamins unerlässlich, vor allem weil unser Körper durch die Nahrungsaufnahme nur sehr wenig Vitamin K zugeführt bekommt. Bei Erwachsenen lässt sich in der Regel bis zu 50-mal mehr Vitamin D, bis zu 1.000-mal mehr Vitamin A und bis zu 10.000-mal mehr Vitamin E im Körper nachweisen.

Pro Kilogramm Körpergewicht genügen dem menschlichen Körper schon verschwindend geringe Mengen von einem millionstel Gramm dieses Biostoffs. Das Vitamin verteilt sich dann in Billionen Molekülen über sämtliche Körperzellen. Dabei unterstützt es den Einbau von wichtigen Speicherkohlenhydraten in die Zellen. Außerdem sorgt Vitamin K zusammen mit anderen Vitaminen für eine gesunde Knochenbildung, gute Zähne, eine intakte Leberfunktion sowie für ausreichend Vitalität.


Blutgerinnungsfaktoren

Selbst bei der äußerst geringen Vitamin-K-Zufuhr von 0,03 millionstel Gramm pro Kilogramm Körpergewicht stellt unser Körper im Notfall noch ausreichend Gerinnungsstoff her. Durch unsere in den westlichen Ländern übliche Ernährungsweise, die meistens zu fett- und eiweißhaltig ist, wird der Blutgerinnungsstoff Prothrombin allerdings stark in Mitleidenschaft gezogen. Kritisch wird die Sache, wenn zusätzlich noch eine Darmkrankheit wie Durchfall, ein gestörter Fettstoffwechsel und Medikamentenmissbrauch hinzukommen.

Neugeborene leiden häufig unter einem Mangel an Vitamin K mit entsprechender Blutungsneigung.


Vitamin-K-steigernde Nahrungsmittel

Gewisse Nahrungsmittel stellen eine ausreichende Vitamin-K-Versorgung sicher und stärken zugleich die körpereigene Produktion dieses Vitamins:

Milchprodukte wie Buttermilch, Joghurt oder Kefir sind ideale Zwischensnacks, um die Vitamin-K-Produktion zu unterstützen.
Lebertran und Melasse, der sirupartige Rückstand bei der Zuckergewinnung, enthalten neben reichlich Vitamin K auch viele weitere Mineralstoffe und Vitamine.
Ein Grünkohlgericht verabreicht dem Körper eine starke Vitamin-K-Spritze. Dabei sollte man den Kohl nicht zu lange kochen.
Feld- oder Kopfsalat mit Kresse verfügt über ausreichende Mengen an Vitamin K, verschiedenen anderen Vitaminen und Vitalstoffen.
Fleisch liefert außerordentlich wenig Vitamin K, oft sind in einem ganzen Kilogramm nur zehn millionstel Gramm enthalten. Leber bildet eine Ausnahme, aber auch hier gibt es starke Schwankungen. Es kommt auf das Futter an, welches das Tier zu Lebzeiten zu sich genommen hat.
Soja- und Olivenöl sind ausgesprochen reiche Vitamin-K-Lieferanten, Sonnenblumenöl enthält dagegen nur wenig.
Blattgemüse (z.B. Spinat) und Küchenkräuter (Kresse und Petersilie) enthalten pro Kilogramm bis zu fünf Milligramm, genug um uns ausreichend mit diesem Vitamin zu versorgen.


Haltbarkeit in Lebensmitteln

Im Gegensatz zu den anderen Vitaminen ist Vitamin K ziemlich robust. Sauerstoff und Hitze stören das Vitamin recht wenig, trotzdem sollte man die Speisen nicht zu lange garen. Nur Licht mag der Biostoff überhaupt nicht, Vitamin-K-haltige Nahrungsmittel sollten daher auf jeden Fall dunkel gelagert werden.


Stoffe, die Vitamin K beeinflussen

Dosen- und Fertigkost zerstören das Vitamin, verhindern seine Aufnahme und führen zu einem raschen Ausscheiden dieses wichtigen Stoffes.
Die Vitamin-K-Versorgung nimmt enormen Schaden durch den Genuß von Fastfood
Übermäßiger Fleisch-, Alkohol- und Süßwarenkonsum stört das empfindliche Gleichgewicht im Darm und beeinträchtigt so die körpereigene Vitamin-K-Produktion.

Ranzige Fette, Konservierungsstoffe in Nahrungsmitteln, Verunreinigung in Dosen, die das Haltbarkeitsdatum überschritten haben und mit viel Fett gebratene und frittierte Nahrung sind die größten Feinde dieses Vitamins ebenso eine ganze Reihe an Medikamenten:

Breitband-Antibiotika und Sulfonamide (= bakterienhemmende Mittel) stören und verändern die Darmbakterien und vermindern so die Synthese des Vitamins.
Auch Paraffinhaltige Laxantien (= Abführmittel) und lipidsenkende (= fettsenkende) Pharmaka stören die Aufnahme des Biostoffs.
Bei der Einnahme einiger Antirheumatika, Antikonvulsiva (= krampflösende Mittel) sowie bei Hypnotika kann es zu Wechselwirkungen kommen.


Warnsymptome

Ein Mangel an Vitamin K ist relativ selten, vorrausgesetzt, die Produktionskräfte des Darms sind intakt und die Darmflora wird gesund erhalten.

Vitamin-K-Mangel kann folgende Beschwerden verursachen:

nur langsam heilende Wunden
Müdigkeit
Menstruationsbeschwerden

 

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