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Hinter der Bezeichnung Vitamin E verbergen sich acht chemisch eng verwandte Stoffe, vier sogenannte Tocopherole und vier Tocotrienole. Das wirksamste unter ihnen ist das alpha-Tocopherol. Der griechische Name, soll eine der Aufgaben des Vitamins deutlich machen: die Erhaltung unserer Fruchtbarkeit. "Tokos" heißt "Geburt" und "pherein" kommt von "Träger".
Das Vitamin E gehört zu den vielfältigsten Biostoffen unter den Vitaminen und erfüllt eine Vielzahl von Aufgaben im Körper. Eine davon ist, die Fettsäuren vor der Zerstörung durch freie Radikale zu schützen. Ungesättigte Fettsäuren sind ein wichtiger Bestandteil der Zellmembranen. Das Vitamin E arbeitet dabei im Wechselspiel mit den anderen Antioxidantien zusammen (Vitamin A, C und Selen). Heute geht man davon aus, dass eine Zelle täglich bis zu 10.000 Mal von freien Radikalen angegriffen wird. Sobald ein Vitamin-E-Molekül auf ein freies Radikal trifft, wandelt es dieses in eine ungefährliche Substanz um. Dazu setzt das Vitamin-E-Molekül ein Elektron oder Ion frei, wodurch das freie Radikal entschärft wird. Der dabei entstehende Stoff wird in den Nieren abgebaut und mit dem Urin ausgeschieden.
Vitamin E wirkt als Antioxidans, indem es Fettsäuren vor Zerstörung schützt. Fehlt dieser Schutz, werden die Fettsäuren von den freien Radikalen vernichtet. Zerstörte Fettsäuren werden ranzig (wie die Butter). Ranzige Fettsäuren fließen nicht mehr im Blut, sondern werden im Gewebe abgelagert, wo sie mit Eiweißstoffen harte Verbindungen eingehen.
Typische Anzeichen für oxidierte Fettsäuren (Lipofuszine) sind z.B. die so genannten Altersflecken an den Händen. Nicht weiter abbaubare Lipofiuszine finden sich an vielen Stellen des Körpers, im Gehirn, im Nervensystem, in der Lunge, in den Nieren, in den Muskeln und in anderen Geweben. Stellt der Körper ausreichende Mengen an Vitamin E zur Verfügung, können die Fettsäuren gar nicht erst oxidiert werden.
Ausreichend Sauerstoff für die Zellen durch Vitamin E
Die roten Blutkörperchen sind für den Transport von Sauerstoff zum Herzen und in die Organe zuständig. Bei dieser Aufgabe werden sie von Vitamin E unterstützt. Dadurch fördert Vitamin E die Zellatmung und reguliert den Sauerstoffverbrauch.
Sportler pumpen bei körperlicher Anstrengung sehr viel Atemluft in den Körper. Es kommt zu einer Steigerung der Stoffwechselvorgänge, wobei der Sauerstoff nicht vollständig verwertet werden kann. Dieses Übermaß an Sauerstoff kann die Zellen schädigen, weil es Oxidationsvorgänge ermöglicht und sich in freie Radikale, so genannte Sauerstoffperoxide, umwandelt. Deshalb sollten Sportler vermehrt auf eine ausreichende Vitamin-E-Zufuhr achten.
Aufgaben von Vitamin E
 | Es wirkt Durchblutungsstörungen entgegen, da es vor Klumpenbildung im Blut schützt.
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 | Es ist ein wichtiger Schutzfaktor für die Drüsen, z.B. für die Hirnanhangsdrüse, die Thymusdrüse oder die Nebennierenrinden.
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 | Bei Männern kann sich Vitamin-E-Mangel auf die Spermienproduktion auswirken. Es kommt dann zu einer Reduktion und schließlich zur Unfruchtbarkeit.
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 | Bei Frauen wird die Tätigkeit der Gebärmutter beeinträchtigt.
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 | Vitamin E ist gemeinsam mit Vitamin A für das Auge wichtig, vor allem für die Linse und die Netzhaut. Beide Vitamine gemeinsam unterstützen die Sehkraft
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 | Es unterdrückt die Produktion von Entzündungsstoffen. Bei Menschen die viel Fleisch essen, wurde eine erhöhte Ausschüttung von entzündungsfördernden Stoffen festgestellt. Die im Fleisch enthaltene Arachidonsäure (eine Fettsäure) ist eine biologische Vorstufe von Prostaglandinen. Wer zuviel Fleisch ist, oder zu wenig Vitamin E zuführt entwickelt eine zu hohe Konzentration an Arachidonsäure und damit an Entzündungsstoffen.
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Erythrozytenschutz durch Vitamin E
Vitamin E agiert hauptsächlich in der ölig-feuchten Membranschicht der Körperzellen. Diese Schutzschicht ist die Durchgangsstation für Abermilliarden von Nährstoff- und Hormonmolekülen, die sich dort sammeln um ins Zellinnere zu gelangen. Vitamin E verhindert dass freie Radikale oder andere Schadstoffe ins Zellinnere gelangen können. Am meisten gefährdet sind die roten Blutkörperchen, die eine sehr empfindliche Zellhaut haben. Werden sie nicht vollständig von Vitamin-E-Molekülen umringt, werden sie von freien Radikalen beschädigt. Die Erythrozyten verändern daraufhin ihre Struktur, das Protein in ihrer Zellhaut verklebt und der Sauerstoff kann nicht mehr zu den Zellen transportiert werden. Im übrigen zerstören starker Zigaretten- und Alkoholkonsum Milliarden von roten Blutkörperchen und wir fühlen uns dadurch am nächsten Tag hundemüde. Auch hier kann Vitamin E helfen.
Vitamin-E-reiche Nahrungsmittel
Vitamin E ist vorwiegend in kaltgepressten Pflanzenölen, Samen und Nüssen vorhanden. Die Tocopherole in der Margarine sind um etwa ein Viertel weniger wirksam.
Haltbarkeit in Lebensmitteln
Vitamin E liebt die Dunkelheit. Licht ist sein größter Feind. Aber auch Hitze und Sauerstoff vermindern den Vitamin-E-Gehalt in Nahrungsmitteln. Durch ranziges Fett wird das Vitamin sehr schnell zerstört. In industriell zubereiteten Speiseölen sind bis zu zwei Drittel des natürlichen Vitamins zerstört.
Stoffe, die das Vitamin beeinflussen
 | Orale Kontrazeptiva ("Pille") beeinflussen die Wirkung des Vitamins negativ
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 | Paraffinölhaltige Abführmittel verschlechtern die Aufnahme von Vitamin E.
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 | Dasselbe gilt für blutfettsenkende Pharmaka und das Antibiotikum Neomycin
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 | Die Wirkung von blutgerinnungshemmenden Präparaten kann durch extrem hohe Dosen an Vitamin E verstärkt werden.
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Warnsymptome
Vitamin-E-Mangel kann folgende Beschwerden verursachen:
 | Altersflecken
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 | Wundheilungsstörungen
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 | Welke Haut
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 | Herzkrankheiten
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 | Müdigkeit, Leistungsschwäche
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 | Nervöse Reizbarkeit
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 | Sehschwäche
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 | Entzündungen im Magen-Darm-Bereich
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 | Unfruchtbarkeit
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