Vitamine
Vitamin D   Zur Druckansicht

Besuchen Sie auch unseren Check-Up zum Thema Vitamin D.


Vitamin D ist die Bezeichnung für eine Gruppe von fettlöslichen Substanzen, deren Entwicklung von ultravioletter Strahlung abhängt. Insgesamt gibt es davon sieben Stoffe, deren chemische Vorstufen unser Körper aus Cholesterin herstellt. Vitamin D wird auch häufig Sonnenvitamin oder auch antirachitisches Vitamin genannt. Vitamin D wird in der Haut produziert und nicht im Darm wie andere Vitamine.

In den Zellen der menschlichen Haut befindet sich Cholesteringrundstoff. Wenn Sonnenlicht oder künstliche UV-Strahlung auf die Haut treffen, entsteht ein Provitamin, das sich allmählich in Vitamin D3 (= Cholecalziferol) umwandelt.

Vitamin D kann im Körper selbst produziert werden und über die Nahrung aufgenommen werden. Die zwei wichtigsten, im menschlichen Körper vorkommenden Formen des Vitamins sind Ergocalciferol oder Vitamin D2 sowie Cholecalziferol oder Vitamin D3. Das Provitamin für D2, das Ergosterin, ist in geringen Mengen in höheren Pilzen und in Hühnereiern enthalten. Vitamin D3 kommt in größeren Mengen in Fischleberölen vor.

Vitamin D ist in der Natur ziemlich selten zu finden, seine Vorstufen gibt es dagegen in relativ vielen Lebensmitteln.


Vitamin D als Katalysator für Kalzium

Die wichtigste Aufgabe der Vitamin-D-Moleküle besteht einerseits in der Aufnahme von Kalzium und Phosphor aus dem Darm und andererseits im Einbau von Kalzium- und Phosphorsalzen in Knochen und Zähne. Daher ist Vitamin D unerlässlich für ein kräftiges Knochengerüst.

Mit Hilfe von Gallensalzen wird Vitamin D im Darm aus dem Nahrungsbrei herausgelöst und als so genanntes Lipoprotein oder Chylomikron über den Blutkreislauf zur Leber transportiert. Die Moleküle gelangen dann zu den Nieren und werden dynamisch aufgeladen. Erst nach diesen Schritten ist das Vitamin D in der entsprechenden Form, um beim Knochenbau mitzuwirken. Unterstützt wird es dabei von Vitamin A, das ebenfalls fettlöslich ist.

Vitamin D überwacht die Kalziumkonzentrationen zusammen mit dem Parathormon aus der Nebenschilddrüse im Blut und hält den Kalziumbestand in relativ engen Bereichen konstant. Dies ist die Voraussetzung für kräftige Knochen, da verbrauchte Knochenmasse ständig abgebaut und neue nachgebildet wird.


Vitamin D als Nahrung für Nerven- und Gehirnzellen

99% vom Kalziumanteil wird für Zähne und Knochen benötigt. Das letzte Prozent allerdings ist wichtig für die Weiterleitung von Nervensignalen. Kalziumionen spielen eine wichtige Rolle bei der Reizübertragung von allen Gehirn- und Nervenzellen. Erst dadurch ist die Voraussetzung geschaffen, dass die Muskelarbeit richtig koordiniert wird und für uns selbstverständliche Bewegungen ablaufen können. Auch das Herz besteht aus Muskeln die für die Anregung Kalziumionen brauchen.

Kalzium ist ebenfalls an der Übertragung von Hormonen, Wachstumsfaktoren und Neurotransmittern (= Botenstoffe) beteiligt. Diese Botenstoffe sorgen für ein ruhiges, heiteres Gemüt und stimmen uns optimistisch. Nicht ohne Grund wird Kalzium als eines der besten natürlichen Stimmungsaufhellungs- und Beruhigungsmittel bezeichnet. Damit Kalzium seine Wirkung entfalten kann, muss erst das Sonnenvitamin D aktiviert werden.


Warnsymptome bei einem Vitamin-D-Mangel

Vitamin-D-Mangel kann folgende Beschwerden verursachen:

Kurzsichtigkeit
Muskelschwäche
Vergrößerte Gelenke
Gereiztheit
Nervöse Störungen
Depressive Verstimmung
Schlafstörungen
Eiternde Zähne
Zahnausfall


Zusammenspiel von Östrogenen und Kalzium durch Vitamin D

Vitamin D steuert im Zellkern den selben Rezeptor wie die Östrogene an. Ein Mangel an diesem Hormon ist bekannterweise bei Frauen in den Wechseljahren für ein verstärktes Knochenwachstum verantwortlich.

Neuere Erkenntnisse lassen außerdem vermuten, dass Vitamin D an der Entwicklung der Muskelkraft beteiligt ist und auch mit Eisen in einem Wirkungsverhältnis steht.


Warum stimmen trübe Wintertage depressiv?

Gerade in der lichtarmen und tristen Winterzeit, wenn der Nebel die Sonnenstrahlen am Durchkommen hindert, reicht das Tageslicht zur Produktion von Vitamin D in der Haut oft nicht aus. Dies ist der ideale Nährboden für Mangelerscheinungen, die sich in depressiven Verstimmungen, Antriebslosigkeit und Pessimismus äußern können. Aber auch Menschen die sich das ganze Jahr über selten in der frischen Luft aufhalten sind anfällig. In Gegenden mit Smog kann sich die Ultraviolettstrahlung ebenfalls nicht durchsetzen. Einem Vitamin-D-Mangel kann aber auch eine mangelnde Fettverwertung zugrunde liegen. Ohne Gallensäuren gelangt das Vitamin D aus dem Darm nicht ins Blut.


Vitamin-D-reiche Nahrungsmittel

Für eine Vitamin-D-reiche Ernährung sollte man sich ausgewogen ernähren und vor allem viel Fisch essen.

Hering
Sardinen
Makrele
Forelle
Eier
Milchprodukte
Fischlebertran
Butter


Haltbarkeit von Vitamin D in Lebensmitteln

Sauerstoff und Licht schaden Vitamin D, beim Garen sind die Calciferole dagegen recht beständig. Bis 180°C ist Vitamin D hitzestabil. Auch die Lagerung schadet dem Vitamin kaum.


Substanzen, die das Vitamin D beeinflussen

Paraffinölhaltige Laxantien (= Abführmittel), lipidsenkende Medikamente wie Cholestyramin, Glukokortikoide (= Entzündungshemmer) und magensäurebildende Pharmaka hemmen die Vitamin-D-Umsetzung im Körper, Antikonvulsiva (= krampflösende Mittel) und Antiepileptika beeinflussen die Wirkung von Vitamin D.

 

(c) 2003-2012 Wengen-Apotheke | Impressum

1.364.931 Besucher seit Juli 2003

 

Ihr Warenkorb
Artikel: 0
Warenwert: 0.00 €
 
Suche

Zur erweiterten Suche