Vitamine
Vitamin C   Zur Druckansicht

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Das Vitamin C - chemischer Name Ascorbinsäure - ist einer der wichtigsten Nährstoffe überhaupt. Als "Gesundheitspolizei" erfüllt es in unserem Körper wichtige Aufgaben. Trotzdem sollte man nicht vergessen, dass, wenn auch nur irgendein anderes Vitamin fehlt, auch die Ascorbinsäure zur Untätigkeit verdammt ist. Die Vitamine arbeiten immer gemeinsam am effektivsten.

Vitamin C beschleunigte die Entwicklungsprozesse auf dem Erdball. Je vitaler ein Tier oder Mensch sein sollte, desto mehr wurde seinem Organismus von diesem Stoff zugeführt. Umgekehrt bedeutet dies, dass ortsständige Organismen, wie z.B. Pflanzen, wenig von diesem Stoff benötigen. Darüber hinaus ist Vitamin C einer der Katalysatoren der biologischen Entwicklung vom Tier zum Menschen. Es ist maßgeblich beteiligt an der Entstehung abstrakter Prozesse im menschlichen Gehirn, wie z.B. die Fähigkeit, Zeit und ihren Verlauf wahrzunehmen, also in den Kategorien Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu denken. Vitamin C beeinflusst die Psyche, indem es Empfindungen spürbar macht. Außerdem steuert es die Entwicklung der Optik, d.h. es ist mitverantwortlich für die Fähigkeit Farben zu unterscheiden.

Tiere können dieses Vitamin aus Glucose, einfachem Zucker, selbst herstellen. Dem Menschen ging diese Fähigkeit verloren, da die Versorgung unserer Vorfahren durch die Nahrung gewährleistet war. In der Eigensynthese liegt auch der Grund, warum Tiere in freier Natur trotz widriger Witterung keine Erkältung bekommen.


Aufgaben des Vitamin C

Vitamin C (= Ascorbinsäure) hat im Körper zwei wichtige Aufgaben: Immunschutz und Stabilisierung der Psyche.

Innerhalb unseres Immunsystems ist das Vitamin bei der Bekämpfung sämtlicher Krankheitserreger, Viren, Parasiten, Mikroben und der Neutralisierung der so genannten freien Radikale notwendig. Damit verhindert neben dem Vitamin A auch das Vitamin C den Alterungsprozess unseres Körpers.
Innerhalb unseres psychischen und mentalen Systems, sorgt Vitamin C für die Produktion von Hormonen, Nervenpeptiden und Neurotransmittern (= Nervenreizstoffe). Dies sind die Botenstoffe, die den Transport unserer Empfindungen auf den Nervenbahnen vom Gehirn zu den einzelnen Organen bewerkstelligen. Vitamin C sorgt für eine gesunde Hormonstruktur und damit für eine positive Lebenseinstellung. Mit der Zufuhr von Vitamin C wird im Zentralnervensystem und im Nebennieremnark die Produktion von Noradrenalin gesteigert. Das ist ein Stoff, der Euphoriesignale vom Hirn über die Nervenbahnen in den Körper weiterleitet und so dafür sorgt, dass Freudengefühle körperlich Ausdruck bekommen. Bei Vitamin-C-Mangel bleibt das "Lächeln" aus und es kommt zu depressiven Verstimmungen. Um den Stoffwechsel effektiv und gesund zu halten, legen die einzelnen Nervenzellen Vitamin-C-Depots an. Im Gefahrenfall werden sie geleert und Noradrenalin wird mit Hilfe von Vitamin C und der Aminosäure Phenylalanin synthetisiert. Dadurch steigert sich unsere Reaktionsfähigkeit und wir können bei Gefahren schneller reagieren.


Schnelle Wirkung von Vitamin C

Die einfache Bauweise des Vitamin-C-Moleküls führt zu einer schnellen Einsetzung im Körper. Wenn man z.B. frisch gepressten Orangensaft trinkt, gelangen bereits geringe Mengen über die Mundschleimhaut ins Blut.


Vitamin C, ein wichtiges Antioxidan

Vitamin C ist der Stoff, der aus Aminosäuren so genannte biogene Amine macht, d.h. das Eiweiß für biologische Prozesse aktiviert. Dies sind z.B. Adrenalin, Dopamin und Noradrenalin. Auch die für das Immunsystem wichtigen weißen Blutkörperchen enthalten hohe Konzentrationen an Vitamin C und sind damit für den Kampf gegen Bakterien, Viren und freie Radikale bestens gerüstet.

Vitamin C ist neben Provitamin A, Vitamin E und Selen eines der vier wichtigsten Antioxidantien. Es bewahrt dabei viele biologische Wirkstoffe vor der Zerstörung durch Sauerstoff, wie z.B. Vitamin Bl, B2, Folsäure, Pantothensäure und Biotin sowie die Vitamine A und E.


Hilfe für das Bindegewebe durch Vitamin C

Da Vitamin C die Fähigkeit hat, die Eiweißbausteine Lysin und Prolin zu dem elastischen, unzerreißbaren Kollagen zu verbinden, setzt der Körper Vitamin C ein, um sein Bindegewebe zu stützen. Dadurch werden sämtliche Blutgefäßwände stabilisiert, Falten, Runzeln und Krampfadern werden geglättet. In frischen Wunden ist die Ascorbinsäure vermehrt vorhanden, da es für die Reparatur und Neubildung von Bindegewebe sorgt. Es beseitigt Risse in den Blutbahnen des Zahnfleischs und festigt die Gefäße. Zum Beispiel wird Zahnfleischbluten bereits eine halbe Stunde nach der Einnahme von Vitamin C gestillt. Auch bei Quetschungen, Prellungen, Sport- und anderen Verletzungen sollte Vitamin C sofort zugeführt worden.


Zusammenspiel von Vitamin mit den übrigen Nährstoffen

Vitamin C ist Transportmittel für einen weiteren wichtigen Biostoff, das Kalzium. Kalzium ist ein sehr langsamer und schwerfälliger Stoff. Er bildet mit Vitamin C zusammen Komplexe, die so genannten Chelate, um sich schneller fortbewegen zu können. Dadurch kommt er schneller zu seinen Wirkungsstätten. Dies zeigt sich besonders in der Kalziumversorgung des Zahnbeins und des Kieferknochens. Letzterer hat von allen Knochen im Körper den höchsten Kalziumumsatz. Beide Knochen werden durch erhöhte Vitamin-C-Zufuhr gekräftigt. Die Zusammenarbeit dieser beiden Biostoffe geht noch weiter. Während Vitamin C die kariesbildenden Bakterien auf dem Zahnschmelz auflöst, stärkt Kalzium die Kieferknochen und Zähne. Moderne Biochemiker essen gelegentlich zwei Zitronen täglich statt dem Zähneputzen. Dabei verweisen sie auf Steinzeitfunde, bei denen es keinen Hinweis auf Karies oder Zahnausfall gab.

Die Salze der Schwefelsäure werden ebenfalls durch Vitamin C transportiert. Sie werden in die galertige Substanz zwischen den Körperzellen geschleust, wo sie mikroskopisch winzige Risse im Bindegewebe kitten und somit den Heilungsprozeß des Organismus beschleunigen.

Vitamin C ist auch beim Abnehmen wichtig. Wir nehmen ab, wenn Stresshormone die Fettzellen des Körpers aufschließen und die dort gespeicherten Fettmoleküle über den Blutkreislauf zur Verbrennung in die Körperzelle schicken. Carnitin ist der Biostoff, der die Fettmoleküle aus dem Blut holt und sie zur Oxidation (= Verbrennung) durch die feinen Kanäle der Zellmembran zu den Mitochondrien im Zellinnern fährt, wo die Umwandlung der Fettmoleküle in Kraft bzw. in Energie erfolgt Dadurch nehmen wir ab, wir werden schlank Vitamin C beschleunigt die Synthese von Carnitin aus dem Eiweißbaustein Lysin.

Ohne Sauerstoff kann keine Verbrennung in den arbeitenden Muskelzellen stattfinden. Das Spurenelement Eisen bindet Sauerstoff an den roten Blutfarbstoff, das Hämoglobin. Vitamin C ist für den Eisenstoffwechsel unverzichtbar, da es die Eisenaufnahme aus dem Magen-Darm-Trakt begünstigt und die Freisetzung von Eisen aus den Speichern in Milz und Darmwand fördert.

Vitamin C schützt das empfindliche Schilddrüsenhormon Thyroxin und unterstützt so zusätzlich die Fettverbrennung. Thyroxin regt den Stoffwechsel an, doch jedes einzelne Molekül muss von 12 Vitamin C Molekülen geschützt werden, damit es vor freien Radikalen sicher ist und zu den Körperzellen gelangen kann.

Ähnlich wie die B-Vitamine eine große Familie bilden, sind Vitamin C und die Bioflavonoide in unserem Stoffwechsel eine Gemeinschaft. Beide enthalten im Gegensatz zu anderen Vitaminen keinen Stickstoff. Auch die Bioflavonoide gehören zu den wirkungsvollsten Waffen in unserem Immunsystem. Im menschlichen Körper haben Bioflavonoide eine vitaminähnliche Wirkung, sie schützen beispielsweise Vitamin C vor der Oxidation und können so die Wirkung von Vitamin C um ein 20faches erhöhen.


Vitamin C-reiche Lebensmittel

Acerolakirschen
Zitrusfrüchte
Kiwi
Beeren
etc.


Haltbarkeit von Vitamin C in Lebensmitteln

Vitamin C reagiert auf Licht, Hitze, Sauerstoff, Feuchtigkeit und Lagerung empfindlich. Durch Garen verlieren Nahrungsmittel durchschnittlich 40% ihres Vitamin C Gehaltes. Wer Speisen länger warm hält riskiert Verluste bis zu 70%.


Stoffe, die das Vitamin C beeinflussen

Acetylsalicylsäure, die in Kopfschmerzmitteln (z.B. Aspirin) vorhanden ist, beschleunigt die Ausscheidung von Vitamin C.
Wechselwirkung gibt es auch mit der "Pille", Glukokortikoiden (= Entzündungshemmer) und mit Appetitzüglern
Kortisonpräparate hemmen die Aufnahme in den Körper
Antibiotika stören den Vitamin C Stoffwechsel
Barbiturate (= Schlafmittel) ebenfalls.


Warnsymptome für einen Vitamin-C-Mangel

Vitamin-C-Mangel kann folgende Beschwerden verursachen:

Sehschwäche
Entzündungen der Atemwege
Krampfadern und Hämorrhoiden
Nervenschwäche
Depressive Verstimmungen
Schlafstörungen, Müdigkeit
Haarausfall

 

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