Aktuelle Gesundheitstipps
Folsäure, Jod und Eisen
Drei Helfer für Mama und Baby   Zur Druckansicht

Werdende Mütter brauchen für sich und das Baby genügend Vitalstoffe. Trotz optimaler Ernährung gibt es zuweilen Engpässe

Weil jetzt das Baby mitisst,kommt es für Schwangere darauf an, sich abwechslungsreich und vollwertig, mit viel Obst und Gemüse zu ernähren. Das bringt viel B-Vitamine, Vitamin D, Kalzium, Magnesium und Zink. Doch Folsäure, Jod und Eisen bleiben auch bei optimaler Ernährung häufig Mangel- Kandidaten.

Dabei sind diese Stoffe besonders wichtig.
– Folsäure und weitere B-Vitamine braucht das Baby, damit sich Rückenmark und Gehirn normal entwickeln. Mehr als 1.600 Kinder kommen bei uns jedes Jahr mit einem „offenen Rücken“, einem Neuralrohrdefekt, zur Welt. Ursache: zu wenig Folsäure. Deshalb sollten schon Frauen, die sich ein Kind wünschen, und werdende Mütter bis zum Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels zusätzlich 0,4mg Folsäure pro Tag einnehmen. Eine sinnvolle, preiswerte Vorbeugung – die nur fünf Prozent der Schwangeren nutzt. Folsäure wird in der Regel von den Kassen nicht erstattet.

– Jod ist Baustein der Schilddrüsenhormone. Diese sind für die normale physische und geistige Entwicklung des Babys notwendig und steuern viele Körperfunktionen. Fehlt Jod in der Schwangerschaft, kann schon das Kind eine Schilddrüsen- Erkrankung entwickeln. Zwar lässt sich die Ernährung mit jodreichem Seefisch, jodiertem Speisesalz und jodhaltigen Mineralwässern anreichern. Doch dies genügt bei Schwangeren meist nicht.

Daher empfehlen Experten: jeden Tag zusätzlich eine Jodid-
Tablette (100–200 Mikrogramm). Jod-Präparate bezahlen die Krankenkassen als vorbeugende Maßnahme nicht. Und: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor sie Tabletten einnehmen.

– Das Baby wie auch die Plazenta benötigen zusätzliches Eisen zur Blutbildung. Experten haben errechnet, dass Schwangere täglich 30mg zu sich nehmen sollten. Zwar holt sich der Körper bei höherem Bedarf auch mehr Mineralstoffe aus der Nahrung. Aber bei den 11 mg Eisen, die deutsche Frauen durchschnittlich zu sich nehmen, kann es bei Schwangeren knapp werden. Brot, Fleisch und Gemüse sind im Alltag die wichtigsten Eisenquellen. Ob ein zusätzliches Präparat erforderlich ist, zeigt eine ärztliche Untersuchung. Bei einer Eisenmangelanämie sind diese rezeptfreien Mittel nach wie vor erstattungsfähig.

Da der Mineralstoff im Dünndarm resorbiert wird, nimmt man ihn am besten etwa eine Stunde vor dem Essen ein. Viele Menschen vertragen Eisenpräparate jedoch schlecht. Wenn es Ihnen auf den Magen schlägt, nehmen Sie das Medikament zu den Mahlzeiten.

Sinnvoll sind Eisensäfte, die mit Vitamin C angereichert sind, denn dieses Vitamin hält Eisen in einer Form stabil, die gut vom Körper aufgenommen wird. Eisen nicht mit Kaffee, Tee oder Milch schlucken! Welche Nahrungsmittel und Medikamente sich schlecht mit Eisen vertragen, sagt Ihnen Ihr Apotheker. Ebenso berät er Sie über spezielle Multivitamin- Präparate für Schwangere.

Baby und die ersten Lebensjahre

 

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