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Die Folsäure, genauer Folacin, ist ein Vitamin der B-Gruppe. Sie entfaltet ihre Wirkung hauptsächlich im Gehirn und Nervensystem, ist dynamischer Bestandteil der Rückenmarksflüssigkeit und greift regelnd in unsere Magen-Darm-Tätigkeit ein.
Vitamin B12 und Folsäure
Diese beiden Nährstoffe stehen in einem symbiotischen Wirkungsverhältnis. Ist das Zusammenspiel nicht gegeben, weil ein Vitamin fehlt, erfährt die Stoffwechselleistung eine enorme Einschränkung. Vitamin B12 sorgt für eine ausreichende Speicherung der Folsäure in den Zellen. Ohne Vitamin B12 entleeren sich die Folsäuremoleküle in den Zellen und es kommt zu psychischen und physischen Störungen.
Die Folsäure ist unersetzlich für die Produktion der roten Blutkörperchen und ist wichtig für den Bau der Nukleinsäuren (= Speicher unserer Erbanlagen). Dadurch hat die Folsäure eine zentrale Rolle bei der Blutbildung, der Zellteilung und der Zellerneuerung und damit bei der Entwicklung neuen Lebens.
Durch die Wechselwirkung zwischen Folsäure, Vitamin B12 und dem Eiweißbaustein Methionin entstehen die Nervenreizstoffe Serotonin und Noradrenalin. Das erste dieser beiden Glückshormone beschert einen gesunden Schlaf, das zweite gibt genügend Schwung und Elan für einen aktiven, dynamischen Tag.
Nahezu allen Bevölkerungsgruppen mangelt es an Folsäure. Dies liegt auch mit an der schwierigen Aufnahme in den Körper. So findet z.B. bei gesunden Menschen mit einem gut arbeitenden Verdauungssystem nur etwa die Hälfte, oft sogar nur 30%, der Folsäure den Weg aus der Nahrung in das Blut und anschließend zu den Körperzellen. Menschen die unter Erbrechen oder Durchfall leiden, können noch weniger Folsäure verwerten. Viele andere Stoffe zerstören ebenfalls diesen Biostoff und gestresste Menschen haben einen höheren Bedarf. Menschen die lange Sonnenbaden oder öfter ins Sonnenstudio gehen haben auch einen sehr viel höheren Bedarf an Folsäure. Jeder Sonnenstrahl verbrennt die Moleküle dieses Vitamins.
Folsäurereiche Nahrungsmittel
 | grüne Salate
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 | dunkles Blattgemüse
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 | Bierhefe
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 | Müsli
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 | Vollkornbrot
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Haltbarkeit in Lebensmitteln
Folsäure ist eines der empfindlichsten Vitamine. Es mag eigentlich gar nichts. Keine Hitze, keinen Sauerstoff und schon gar kein Licht. Beim Garen gehen 60-90% des Vitamins verloren, auch wenn man besonders sorgfältig damit umgeht. Am besten isst man frische Rohkost.
Stoffe, die Folsäure beeinflussen
Vitamin-B12-Mangel, Alkohol und Leberkrankheiten können zu einem Folsäuremangel führen.
Zytostatika mindern die Folsäure-Wirkung, bei Acetylsalicylsäure (= Schmerzmittel), verschiedenen Antiepileptika, Antikonvursiva (= krampflösende Mittel), der "Pille" und bei Barbituraten (= Beruhigungs- und Schlafmittel) kann es zu Wechselwirkungen kommen.
Anti-Malaria-Präparate können einen starken Folsäuremangel hervorrufen.
Warnsymptome
Folsäuremangel kann folgende Beschwerden verursachen:
 | Müdigkeit
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 | Unruhezustände, Verzagtheit
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 | Angstgefühle
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 | mangelnde Lebensfreude
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 | Zerstreutheit, Gedächtnisschwäche
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 | Schlafstörungen
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 | Wachstumsstörungen
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 | Entzündungen der Zunge und der Lippenschleimhaut
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 | vorzeitig ergrautes Haar
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