Vitamine
Biotin   Zur Druckansicht

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Schöne, glatte, seidige Haut und fälliges, glänzendes Haar hängen im Wesentlichen von einer ausgewogenen Darmflora ab. Nur ein tausendstel Gramm Biotin muss als ständige Reserve in der Leber enthalten sein um alle Körperzellen zu versorgen.

Der überwiegende Teil an Biotin wird im Darm durch Bakterien produziert. Dies ist jedoch nur möglich, wenn die sensible Welt der Darmmikroben nicht gestört wird. Die Bakterien gedeihen am besten durch die Einnahme von gesunder, vollwertiger Kost. Bereits die kleinste Störung, z.B. ein Glas scharfer Schnaps, ein Stück Würfelzucker oder eine Tablette Antibiotika, kann die Ordnung der Darmflora empfindlich stören. Dies wirkt sich auch negativ auf die Biotinproduktion aus. Ist die Biosynthese im Darm gestört (z.B. durch Alkohol-, Tabletten- oder Tabakkonsum), dann gewinnt die Nahrungszufuhr mit biotinreichen Lebensmitteln besondere Bedeutung.

Biotin ist maßgeblich am Aufbau von Energiereserven in Leber und Muskeln und an der Freisetzung dieser Speicherdepots beteiligt. Außerdem wirkt es bei der sogenannten Glukoseogenese mit, in der 16 der insgesamt 22 Aminosäuren zu Glukose umgewandelt werden können. Dieser Vorgang ist wichtig für einen stabilen Blutzuckerspiegel.

Ein zu niedriger Blutzuckerspiegel entwickelt sich zu einer neuen Volkskrankheit, von der beinahe jeder Zweite betroffen ist. Unsere Gehirn- und Nervenzellen benötigen ständig Glukose (= Blutzucker) als Energiespender. Bei niedrigem Blutzuckerspiegel kommt es zu Nervosität, Gereiztheit, Ängstlichkeit und Müdigkeit. Frauen können nur ca. 300 g Glukose speichern, bei Männern sind es 400 g. Aus diesem Grund sind die Reserven bei Frauen schneller erschöpft. Der Blutzuckerspiegel sinkt rascher, deshalb werden Frauen schneller nervös oder auch depressiv und leiden häufiger unter Schlafstörungen als Männer. Daher sollten sie auch immer auf eine ausreichende Biotinzufuhr achten.

Weil in Biotin ebenso wie in Haut und Haaren viel Schwefel enthalten ist, transportiert es diesen wichtigen Mineralstoff dorthin, wo er gebraucht wird. Schwefel verleiht der Haut und dem Haar ihren öligen Schutzmantel. Bei Biotinmangel wird die Haut grau und fahl, das Haar glanzlos und stumpf, die Fingernägel können ohne Schwefel leicht brüchig werden.

Weil Biotin den Fettstoffwechsel kontrolliert und sich überwiegend in den Haut- und Haarzellen befindet, beeinflusst es den Fettgehalt der Haut. Fehlt das Vitamin, kommt es zur Seborroe, einer krankhaft gesteigerten Absonderung der Talgdrüsen - Folge sind Haarausfall und Schuppen.

Bei täglicher Aufnahme von 25µg Biotin für sechs bis neun Monate werden brüchige Fingernägel wieder intakt und ihre Dicke nimmt um ca. 25% zu.


Biotinreiche Lebensmittel

Hefe
Leber
Eigelb
Tomaten
Sojabohnen
Naturreis
Kleie


Haltbarkeit in Lebensmitteln

Über Zubereitungsverluste ist bei Biotin wenig bekannt, trotzdem gelten die selben Regeln wie für alle anderen B-Vitamine.


Warnsymptome

Biotinmangel kann folgende Beschwerden verursachen:

Trockene, rissige und welke Haut
Haarausfall und Schuppen
Gereiztheit, Nervosität
Mattigkeit
Muskelschmerzen
Belegte Mundschleimhäute

 

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