Ernährung
Nicht dement sondern vertrocknet!   Zur Druckansicht

Ein Trinkplan schützt den Geist vor dem Verwelken
Die Gesellschaft für Ernährungsmedizin: Senioren sollten täglich zwei Liter trinken


Nicht alle Senioren die verwirrt im Krankenhaus aufgenommen werden sind dement, sondern eher ausgetrocknet, betont heute Ines Drewe, Diplom Oecotrophologin bei der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V.* in Bad Aachen. Wasser ist die Grundlage aller biologischen Vorgänge im menschlichen Organismus, es sorgt für den ständigen Austausch der Auf- und Abbauprodukte des Stoffwechsels. Da das Durstgefühl jedoch im Alter nachlässt, vergessen Senioren oftmals ausreichend zu trinken. Senioren benötigen täglich 1500 Milliliter, besser noch 2000 Milliliter, Flüssigkeit um nicht Gefahr zu laufen „auszutrocknen“.

Verwirrtheitszustände sind die deutlichste Folge einer zu geringen Flüssigkeitszufuhr. Sie lassen schnell wieder nach, sobald die betroffene Person optimal mit Flüssigkeit versorgt wird. Doch was ist bei alleinlebenden Senioren zu tun, die zu wenig trinken, oder sogar schon verwirrt vorgefunden wurden? Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Austrocknung entgegenzuwirken. Gemeinsam mit dem Senior ist zu überlegen, wie er am besten zum Trinken animiert wird, so Drewe. Für die einen ist ein Trinkplan eine Erinnerung, und für die anderen ist es besser, wenn die Getränke für den ganzen Tag schon auf dem Küchentisch stehen. Wie auch beim Essen gibt es bei der Getränkeauswahl Vorlieben und Abneigungen, die beachtet werden müssen. Wird insgesamt immer nur wenig getrunken, bieten wasserhaltige Mahlzeiten wie Suppen, Joghurts und Milchmixgetränke dem Körper zusätzlich Flüssigkeit. Bei Angst vor nächtlichen Toilettengängen sollte der größte Teil der Trinkmenge bis zum frühen Abend getrunken sein. Bei warmen Wohnungen wie auch Erkrankungen die mit Fieber einhergehen ist der Wasserbedarf des Körpers erhöht.

Eine gute Senioreneinrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass überall und reichlich Getränke angeboten werden.

Quelle: Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. (ernaehrungsmed.de)

 

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