Die neuartige, trickreiche Kombination von Röntgen-Schnittbildern und Nuklear-Check macht die Suche nach Tumoren präziser und die Therapie zielgenauer
Das Bild, das der Computer ausspuckt, ist wie ein Wegweiser zum Tumor: „Wir können nicht nur früh erkennen, ob sich im Körper eine Geschwulst versteckt, sondern auch, wo“, sagt Professor Dr. Andreas Bockisch, Nuklearmediziner am Uniklinikum Essen. Die neue Untersuchungstechnik verbindet erstmals zwei Bildverfahren in einem Gerät: Die Positronen-Emissions-Tomographie (PET), die den beschleunigten Stoffwechsel eines Tumors sichtbar macht, und das Schichtröntgen (Computer-Tomographie, CT), das Veränderungen des Gewebes zeigt.
Geänderte Diagnose: bei jedem Zehnten kann die Therapie angepasst werden Der Erfolg des Doppelchecks: Bei etwa jedem zehnten Patienten, so hat Bockisch herausgefunden, führt die neue Untersuchung zu einer entscheidenden Änderung der ursprünglichen Diagnose. „Das macht die Therapie zielgenauer“, sagt der Nuklearmediziner. Beispiel Lymphdrüsenkrebs: „Hier ist es für uns wichtig“, erklärt Bockisch, „ob die Lymphknoten nur oberhalb oder unterhalb des Zwerchfells betroffen sind oder auf beiden Seiten. Mit der PET oder dem CT allein finden wir das nicht immer heraus.“
Stufencheck: Untersuchung in zwei Etappen Die Doppeluntersuchung wird in zwei Etappen durchgeführt. Zuerst durchleuchtet ein Schichtröntgengerät (s. Bildpunkt 1) den Patienten. Anschließend wird er in die Röhre für die Positronen-Emissions-Tomographie (2) weitergeschoben. Dort misst ein kreisförmiger Empfänger die Strahlen, die vom Körper ausgehen. Zu diesem Zweck wird dem Patienten vor der Untersuchung ein Kontrastmittel gespritzt. Am Schluss werden die CT- und die PET-Aufnahme dann zu einer überlagert.
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