Die Gesellschaft für Ernährungsmedizin: Katerstimmung muss nicht sein
Da ist sie wieder die närrische Zeit, die fünfte Jahreszeit – auch Karneval, Fasching oder Fastnacht genannt. Anstatt den Kater nach der Karnevalssitzung zu vertreiben, sollte mit reichlich Mineralwasser vorgebeugt werden, betont heute Ines Drewe, Diplom Oecotrophologin der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. in Bad Aachen.
Und wer kennt das nicht: Nach einer feucht-fröhlich durchfeierten Karnevalsnacht wacht man am nächsten Morgen mit einem Kater auf. Jeder Lichtstrahl schmerzt, das kleinste Geräusch bringt einen auf die Palme, nur noch getoppt von dem Hämmern und Brummen im eigenen Schädel. Die trockene Kehle, der Nachdurst und die Lust auf Herzhaftes deuten auf einen vermehrten Flüssigkeits- und Mineralstoffverlust durch den Alkohol hin.
Alkohol hemmt das antidiuretische Hormon, das für die Rückgewinnung von Wasser in den Nierenkanälchen verantwortlich ist. Die Folge ist eine gesteigerte Ausschwemmung von Wasser und Mineralstoffen aus dem Körper. Durch das Flüssigkeits- und Mineralstoffdefizit kommt es zu Schwindel, Kopfschmerz, Übelkeit, Herz-Kreislauf-Beschwerden, dem berüchtigten Nachdurst und der Lust auf Herzhaftes.
Hier schafft ein deftiges Frühstück mit Rollmops, sauren Gurken und einer kräftigen Bouillon Abhilfe, da so dem Körper wieder Mineralstoffe, insbesondere Salz zugeführt werden. Wichtig ist aber das ausreichende Trinken großer Mengen mineralstoffreicher Mineralwässer, damit die Mineralstoffverluste schnell wieder ausgeglichen werden. Daher sollte man nach einer durchfeierten feucht-fröhlichen Nacht ruhig diesen Gelüsten nachgeben und auf seinen Körper hören.
Die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik empfiehlt zu den närrischen Tagen:
 | Niemals auf leeren Magen Alkohol trinken. Beispielsweise wäre Vollkornbrot mit Margarine und Corned beef, dazu Tomatensalat eine gute Grundlage.
|
 | Wird nach jedem alkoholischen Getränk ein großes Glas (200 ml) Mineralwasser getrunken, ist die Gesamtalkoholmenge geringer und die Flüssigkeitsbilanz verbessert.
|
 | Knabbergebäck oder den traditionellen Salzhering schon vor den Feierlichkeiten essen, nicht erst am nächsten Tag, wenn der Schädel brummt. Als einfache Methoden genügen auch schon ein bis zwei Prisen fluoridiertes Jodsalz auf der Tomate oder Ei, um die Salzverluste frühzeitig auszugleichen.
|
 | Den nächsten Morgen mit einem leicht, deftigen Frühstück starten: Vollkornbrot mit herzhaftem Belag und saurer Gurke, eine kräftige Bouillon und reichlich (salziges) Mineralwasser. Das liefert genügend Mineralstoffe und bringt den Kreislauf wieder in Schwung. Und ein Glas frisch gepresster Saft tut noch sein übriges.
|
 | Trinken, trinken, trinken, aber kein Alkohol.
|
 | Ein Spaziergang an der frischen Luft vertreibt den Brummschädel.
|
|