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Haarausfall stoppen
Cimicifuga-Extrakt lässt Haare dichter wachsen   Zur Druckansicht

Was gegen Wechseljahresbeschwerden hilft, kann auch den Haarwuchs verbessern

Wirkstoffe aus der Traubensilberkerze Cimicifuga racemosa können dem hormonell bedingten Haarausfall entgegenwirken – das haben Wissenschaftler der Dermatologischen Klinik der Ruhr-Universität in Bochum herausgefunden.

Nicht nur Männer leiden unter Haarausfall
Nach den Wechseljahren werden die Haare auch bei Frauen oft schütter, Grund dafür ist der veränderte Hormonhaushalt. Doch gegen diesen so genannten androgenetischen Haarausfall ist ein Kraut gewachsen: Cimicifuga racemosa heißt die Pflanze, die dank ihrer östrogenartigen Wirkstoffe hilft. Den Beweis dafür liefert jetzt eine aktuelle Studie. Die Forscher haben Extrakte der Traubensilberkerze untersucht, einer Pflanze, die bereits seit einigen Jahren wegen ihrer östrogenartigen Wirkung bei Frauen in der Menopause eingesetzt wird. Die hormonartigen Substanzen können die belastenden Begleiterscheinungen der Wechseljahre wie Hitzewallungen, Herzklopfen oder Stimmungsschwankungen wirksam lindern.

Pflanzliche Mittel galten bisher als unwirksam
In der Studie wurde das Haarwachstum durch den Vergleich verschiedener Digitalaufnahmen der Haare zu unterschiedlichen Zeitpunkten ermittelt. Die Wirkstoffe der Traubensilberkerze hatte nach Angaben der Forscher sowohl die Anzahl der im Wachstum befindlichen Haare erhöht als auch die der im Ausfall befindlichen Haare gesenkt. Außerdem war die Haardicke geringfügig verbessert. „Das ist bei einer sechsmonatigen Therapiedauer als ein hervorragendes Wirkungsergebnis zu bezeichnen,“ so Oberarzt Dr. Klaus Hoffmann. Der Test zeigte vor allem, dass bei männlichen Probanden mit anlagebedingtem Haarausfall, aber auch bei Frauen mit Verschiebung des Hormongleichgewichts in den
Wechseljahren eine signifikante Besserung eintrat. Bessere Haardichte und Haarqualität – gerade beim androgenetischen Haarausfall – waren bislang nur mit wenigen, meist verschreibungspflichtigen Arzneimitteln zu erreichen. Eine deutliche Verbesserung mit einem Pflanzenwirkstoff galt bisher als nicht möglich.

GesundheitPro.de/idw/pte-online

 

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