Sicher ist sicher: Wer mit der Mini-Pille verhütet, sollte bei Fernreisen über mehrere Zeitzonen hinweg eine „Zwischenpille“ einnehmen
Bei Fernreisen über mehrere Zeitzonen hinweg kommt die innere Uhr des Körpers durcheinander: man spürt den berüchtigten Jetlag mit Müdigkeit, Erschöpfung und Hunger. Wer die Anti-Baby-Pille nimmt, weiß wie wichtig der richtige Einnahmezeitpunkt für die Sicherheit der Verhütungsmethode ist. Wie Sie den Einnahmezeitpunkt der Antibaby-Pille anpassen, hängt von der Art der Pille und von der jeweiligen Zeitverschiebung am Urlaubsort ab, rät Dr. med. Raymund Lösch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Reise- und Touristikmedizin, in der Zeitschrift Gesundheit.
Die Kombi-Pille Bei der Kombinationspille (Östrogen plus Gestagen) mit einer Wirkdauer von 36 Stunden ist das relativ einfach, weil Sie die auch mal bis zu zwölf Stunden verspätet nehmen können, ohne den Empfängnisschutz zu riskieren. Bei weniger als zehn Stunden Unterschied zum Urlaubsort – zum Beispiel bei Ihrer Reise nach Thailand – können Sie deshalb Ihre gewohnte Einnahmezeit einfach auch dort beibehalten.
Erst ab einer Zeitverschiebung von zehn Stunden empfiehlt sich folgendes Vorgehen: Bei gewohnter abendlicher Einnahme die Pille am Tag vor dem Abflug ganz normal abends einnehmen, am Urlaubsort dann jedoch täglich morgens – oder umgekehrt.
Die Mini-Pille Anders ist es mit der Minipille, die nur Gestagen enthält. Wenn Sie den Einnahmezeitpunkt um mehr als drei Stunden verpassen, ist ihre Wirkung nicht mehr zuverlässig – die »Toleranzzeit« ist zu kurz. Die einfachste Lösung bietet hier eine »Zwischenpille«, die Sie bereits nach zwölf Stunden einmal zusätzlich einnehmen. Am Urlaubsort nehmen Sie die Minipille dann zur gleichen örtlichen Uhrzeit weiter wie zu Hause. Sie können auch den bisherigen 24-Stunden-Rhythmus beibehalten, wenn der »neue« Einnahmezeitpunkt am Urlaubsort nicht gerade mitten in die Nacht fällt.
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