Deutsche Patienten schwören auf pflanzliche Arzneimitteln. Die beliebtesten Heilpflanzen und gegen welche Beschwerden sie helfen
Artischocke Hilft bei unspezifischen Verdauungsbeschwerden, Völlegefühl und Unverträglichkeit gegen fette Speisen. Bei Gallensteinen sollten Sie Artischockenpräparate nur nach Rücksprache mit dem Arzt anwenden. BaldrianHilft bei Unruhezuständen und nervös bedingten Einschlafstörungen. Ist auch als Bestandteil beruhigender Bäder wirksam. Beinwell Hilft bei Prellungen, Verstauchungen und Zerrungen (äußerliche Anwendung). Fertigpräparate sind besser als selbst gemachte Aufgüsse, da diese gesundheitsschädliche Stoffe (Pyrrolizidin-Alkaloide) enthalten können. Efeu Hilft bei Katarrhen der Atemwege. Verwenden Sie lieber ein Fertigpräparat statt des relativ schlecht schmeckenden Tees. Eukalyptus Hilft bei Erkältungskrankheiten der oberen Atemwege. Kapselpräparate zum Einnehmen oder zum Inhalieren enthalten das ätherische Öl (Hauptbestandteil Cineol). Dieses ist auch in Bonbons enthalten. Ginkgo biloba Hilft bei Durchblutungsstörungen des Gehirns, Gedächtnisstörungen, Schwindel, Durchblutungsstörungen der Beine (Schaufensterkrankheit). Als Tee unwirksam. Johanniskraut Hilt bei leichten bis mittelschweren Depressionen, Angst und Reizbarkeit während der Wechseljahre. Ein hoher Wirkstoffgehalt ist wichtig. Lassen Sie sich vom Apotheker ein geeignetes Präparat empfehlen. Kamille Hilft bei Krämpfen und entzündlichen Erkrankungen im Magen-Darm-Bereich; äußerlich bei Haut- und Schleimhautentzündungen; als Inhalation bei Katarrhen der Luftwege; in Form von Bädern und Spülungen bei Erkrankungen im Analbereich. Chronische Magen-Darm-Beschwerden sollten Sie auf jeden Fall vom Arzt abklären lassen. Knoblauch Hilft bei erhöhten Blutfettwerten. Knoblauchpräparate wirken besser wenn Sie zusätzlich Ihre Ernährung umstellen: also weniger Fett, vor allem weniger tierische Fette (Butter und Schmalz) verzehren. Melisse Hilft bei nervös bedingten Einschlafstörungen und leichten Magen-Darm-Beschwerden. Da die Wirkung sehr sanft ist, wird Melisse meist in Kombination mit anderen beruhigenden Arzneipflanzen wie z.B. Baldrian eingesetzt.
Nachtkerze Hilft bei entzündlichen Erkrankungen der Haut wie etwa Neurodermitis als unterstützende Therapie. In der Apotheke gibt es Nahrungsergänzungsmittel mit Nachtkerzenöl und Präparate zur äußerlichen Anwendung. Pfefferminze Hilft bei krampfartigen Beschwerden im Magen-Darm-Bereich sowie der Gallenblase und -wege. Das ätherische Öl hilft auch äußerlich angewendet gegen Kopfschmerzen. Chronische Magen-Darm-Beschwerden sollten Sie auf jeden Fall vom Arzt abklären lassen. Rosskastanie Lindert Beschwerden bei Erkrankungen der Beinvenen, wie Schmerzen und Schweregefühl in den Beinen, nächtliche Wadenkrämpfe, Juckreiz und Schwellungen der Beine. Äußerliche und innerliche Anwendung ist möglich. Venenpatienten sollten zusätzlich alle Empfehlungen zu einer venenfreundlichen Lebensweise befolgen. Bittere Schleifenblume Hilft bei Verdauungsbeschwerden wie Völlegefühl oder Reizungen der Magenschleimhaut. In der Apotheke als Kombinationspräparat u.a. mit Kamille, Engelswurz und Süßholzwurzel erhältlich. Sonnenhut Hilft bei Infektanfälligkeit. Zur Abwehr von Erkältungen im Frühstadium. Die vom Apotheker oder Arzt empfohlene Dosierung und Anwendungsdauer einhalten. Keine Immunstärkung bei hohem Fieber. Teufelskralle und Brennessel Helfen bei Gelenkschmerzen als unterstützende Therapie. Sie machen ärztlich verordnete Medikamente nicht überflüssig, helfen aber, Arzneistoffe einzusparen und Nebenwirkungen zu reduzieren. Traubensilberkerze Hilft bei Wechseljahrsbeschwerden wie Hitzewallungen, Nervosität und Reizbarkeit. Bei Verstimmungen helfen Kombinationspräparate mit Johanniskraut. Rotes Weinlaub Hilft bei Erkrankungen der Venen wie Schweregefühl, Juckreiz und nächtlichen Wadenkrämpfen. Die volle Wirkung tritt erst nach vierwöchiger Anwendung ein. Weißdorn Hilft bei nachlassender Leistungsfähigkeit des Herzens im Stadium I und II. Wenn sich die Beschwerden trotz Behandlung nicht in wenigen Tagen bessern, sollten Sie zum Arzt.
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