Der Schwarzkümmel (Nigella sativa) ist eine einjährige Gewürzpflanze, die im arabischen, ägyptischen und vorderasiatischen Raum angebaut wird. Dort hat sie eine Jahrtausende alte Tradition als Gewürz- und Heilpflanze. In den Kräuterbüchern des frühen Mittelalters wird Nigella sativa bei Karl dem Großen und Hildegard von Bingen beschrieben.
Schwarzkümmel, früher auch "der schwarze Koriander" genannt, wird seit der Antike aufgrund seines scharf-würzigen Geschmacks als Gewürzpflanze insbesondere als Pfeffer- und Kümmelersatz verwendet.
Das fette Öl
Durch Kaltpressung gewinnt man aus den Samen das stark aromatische, würzig duftende, goldgelbe Samenöl.
Inhaltsstoffe
23% Öl-, Palmitolein- und Eicosensäure 57% Linol- und Eicosadiensäure 1% Gammalinolensäure (Durchschnittswerte)
Wirkung
Besonders wirksam ist Schwarzkümmelöl bei der unterstützenden Behandlung allergischer Erkrankungen. So werden unter anderem Asthma, Neurodermitis, Pollen- und Stauballergien günstig beeinflußt. Auch Erkältungskrankheiten gehören wegen der das Immunsystem stärkenden Wirkung zu den möglichen Einsatzgebieten. Weiterhin hat sich Schwarzkümmelöl bei Blähungen, Verdauungsbe-schwerden, Bauchschmerzen und zur Verbesserung der Harnausscheidung hilfreich erwiesen.
Anwendungsformen
In flüssiger Form als kaltgepresstes fettes Öl: Kinder: 1/4 Teelöffel 1-2 mal Erwachsene: 1/4 bis 1/2 Teelöffel 1-2 mal Mit reichlich Flüssigkeit, oder besser mit in das Salatöl geben.
Das ätherische Öl
Durch Wasserdampfdestillation wird das ätherische Öl dem Samen entzogen. Es besitzt eine stark würzig-pfeffrige Duftnote.
Schwarzkümmelöl ist nicht zum Braten oder Erhitzen geeignet! |