Das Verdauungsorgan leidet lange Zeit stumm. Was es krank machen kann
Alkohol Ständig im Übermaß genossen, setzen Wein, Bier oder Schnaps der Leber stark zu. Denn Alkohol wird in der Leber zu Fett umgebaut und ist dort in den Zellen gespeichert. Frauen, die täglich mehr als 20 Gramm Alkohol trinken (das entspricht etwa 200 Milliliter Wein), riskieren ihre Gesundheit. Männer vertragen zwar etwas mehr, mehr als 30 Gramm Alkohol pro Tag sind aus ärztlicher Sicht aber auch für sie nicht ratsam.
Übergewicht Wer einen dicken Bauch hat, leidet oft unter Leberverfettung. Denn dann kursieren überschüssige Fette im Körper, die der Organismus im Lebergewebe speichert. Geht Übergewicht mit einem Typ-2-Diabetes einher, steigt das Risiko einer Lebererkrankung stark. Daher fette Speisen meiden und abspecken! Aber moderat, schnelles Abnehmen kann eine Leberverfettung begünstigen.
Typ-2-Diabetes Zuckerkranke leiden viermal so häufig unter Leberzirrhose wie Nichtdiabetiker. Bei der Zuckerkrankheit spricht der Körper nicht mehr so gut auf das Hormon Insulin an. Hinzu kommt: Die meisten Zuckerkranken sind übergewichtig. Als Folge baut die Leber Fett im Gewebe nicht mehr gut ab, gleichzeitig lagert sie mehr Fett ein. Kontrollieren Sie Ihren Blutzucker regelmäßig, und lassen Sie ihn vom Arzt einstellen. Achten Sie als Diabetiker auf Ihr Gewicht.
Medikamente Fast alle Arzneien werden über die Leber abgebaut. Deshalb sind Senioren, die im Durchschnitt fünf Tabletten täglich nehmen, besonders gefährdet, ihre Leber zu strapazieren. Fragen Sie Ihren Arzt, wenn Sie regelmäßig Tabletten einnehmen müssen.
Viren Ob Hepatitis A, B oder C – alle drei Leberentzündungen entstehen durch Viren. Machtlos ausgeliefert ist der Mensch den Attacken der Erreger nicht: Dank moderner Impfstoffe oder neuer Medikamente können Mediziner die Infektionen hemmen oder sogar ganz besiegen.
Probleme mit der Verdauung – das hilft
Übelkeit, Druck im Bauch, Völlegefühl, Blähungen: Wenn solche Beschwerden anhalten oder häufig auftreten, muss ein Arzt die Ursache abklären. Für erste schnelle Abhilfe sorgen rezeptfreie Mittel aus der Apotheke.
Gestörte Fettverdauung „Gutes Essen“ ist oft zu fett. Magendruck, Völlegefühl und Blähungen sind die Folge. Heilpflanzen wie die Artischocke unterstützen den Gallenfluss und die Fettverdauung.
Schutz für die Leber Mariendistelextrakte stärken die Funktion der Leberzellen. Schützend wirken auch die Inhaltsstoffe der Artischocke, da sie zellschädigende Stoffe abfangen.
Oberbauchbeschwerden Bitterstoffe aus der Schleifenblume, der Gelbwurz oder dem Gelben Enzian regen die Produktion von Verdauungssäften an.
Verdauungshelfer Krampflösend wirken Inhaltsstoffe von Fenchel, Kümmel, Koriander oder Pfefferminzblättern. Für Linderung bei Blähungen sorgen auch die chemischen Wirkstoffe Dimeticon und Simethicon.
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