Was kann ich außerdem selbst tun?
Aktiv werden und zur Selbsthilfe greifen sind probate Mittel, um eine positive Stimmung weiter zu stabilisieren und wieder neues Selbstvertrauen zu gewinnen. Selbsthilfe soll aber immer aus eigenem Antrieb und freiwillig geschehen. Als Betroffener sollte man sich aber nicht zu viel auf einmal vornehmen, sondern einen Schritt nach dem anderen gehen.
Die Initiative ergreifen:
schon die Entscheidung zur Behandlung, z. B. mit einem Johanniskraut-Präparat, ist ein erster Schritt zur Selbsthilfe. Therapeutische Gespräche mit einem Arzt oder Psychologen können zusätzliche Unterstützung bieten.
Den Tagesablauf planen:
jeden Tag sollte man strukturieren und sich eine ganz bestimmte Aufgabe vornehmen. Jede erfüllte Aufgabe stärkt das Selbstvertrauen.
Für Entspannung sorgen:
leicht zu erlernende Entspannungstechniken wie autogenes Training, Meditation oder die progressive Muskelentspannung nach Jacobsen helfen Stress, Anspannung oder Angstgefühle abzubauen und innere Verspannungen zu lösen.
Körperlich aktiv werden:
Bewegung verbessert nicht nur das Körpergefühl, sondern belebt auch die seelischen Kräfte. Am ehesten eignen sich Fahrrad fahren, Laufen, schnelles Gehen oder Schwimmen.
Kreative Kräfte wecken:
andere Hobbys und Tätigkeiten, die Spaß machen, wie z. B. Malen, Musizieren oder Basteln geben Auftrieb für den Alltag.
Neue Inhalte suchen:
auch soziales Engagement kann das Leben bereichern. So z. B. ehrenamtliche Tätigkeiten in Vereinen oder sozialen Einrichtungen. Ebenso können Weiterbildungen oder karitative Tätigkeiten weiterhelfen. Einstiegsmöglichkeiten bieten Kurse in Volkshochschulen sowie kirchliche oder andere soziale Organisationen.
Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wieder neue Lebensfreude zu erlangen und damit seine Lebensqualität zu steigern. Oftmals bedarf es nur eines kleinen Anstoßes für den ersten Schritt. |