Stimmungsschwankungen: Keine außergewöhnliche Erscheinung
Gefühlsschwankungen gehören zu den wesentlichen Grunderfahrungen des menschlichen Daseins. Sie helfen, die vielfältigen Erfahrungen und Erlebnisse des Lebens zu verarbeiten. Kaum jemand ist in jeder Situation fröhlich und guter Laune. Vielmehr erleben die meisten Menschen neben zuversichtlichen Zeiten immer wieder auch Phasen, in denen sie niedergeschlagen und traurig sind, in denen Ängste auftreten oder in denen sie gereizt oder lustlos sind.
Halten diese Zustände länger an oder stehen sie in keinem Verhältnis zum auslösenden Ereignis, hat sich wahrscheinlich eine depressive Verstimmung entwickelt.
Depressive Verstimmungszustände sind die häufigsten seelischen Störungen überhaupt. Rund jeder sechste Bundesbürger hat mindestens einmal in seinem Leben damit zu tun hat. 25 Prozent aller Patienten, die einen Arzt aufsuchen, sind betroffen.
Und doch bleiben die Hälfte aller Fälle unerkannt und damit auch unbehandelt.
Normale Stimmungsabfälle kommen und gehen - depressive Verstimmungen dauern länger an
Kurzzeitig deprimierte, bedrückte Stimmungen können unser Lebensgefühl zwar deutlich beeinträchtigen, doch sie werfen uns nicht aus der Bahn. Eine depressive Verstimmung ist dagegen eine allgemeine seelische und körperliche Niedergeschlagenheit, die über das Ausmaß und die Dauer eines normalen Stimmungstiefs deutlich hinaus geht. Bei depressiven Verstimmungen ist es besser, schon frühzeitig etwas dagegen zu tun.
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