Wechseljahre & Hormonsubstitution
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Verhütung in den Wechseljahren

Verhütung - auch in den Wechseljahren durchaus noch ein Thema

Die Fruchtbarkeit einer Frau nimmt mit zunehmendem Alter stetig ab. Trotzdem verbleibt auch in den Wechseljahren ein nicht kalkulierbares Risiko, schwanger zu werden. Schwache und unregelmäßig auftretende Blutungen können keinesfalls als Zeichen dafür gewertet werden, daß ungeschützter Geschlechtsverkehr ohne Folgen bleibt. Erst wenn die letzte Monatsblutung ein Jahr zurückliegt, ist eine Schwangerschaft nicht mehr zu erwarten. Der Arzt kann dies zum Beispiel mit dem sogenannten FSH-Test feststellen.

In den Wechseljahren muß also durchaus noch verhütet werden. Unter Umständen ist aber ein Wechsel der Verhütungsmethode zu empfehlen. Dies sollte beim Arztbesuch besprochen werden.

Die Pille
Für Frauen über 40 eignet sich die Pille wegen der mit dem Alter zunehmenden Risiken (erhöhtes Thromboserisiko) nur noch bedingt. In dieser Altersgruppe greifen deshalb viele Frauen auf andere Verhütungsmethoden zurück. Die Verwendung von Östrogenen zur Behandlung von Wechseljahresbeschwerden bietet im Gegensatz zur Antibabypille keinen Empfängnisschutz.

Die natürliche Familienplanung
Die Methoden der natürlichen Familienplanung, wie die Temperaturmessung oder Schleimbeobachtung, sind wegen der unregelmäßig werdenden Zyklen nur schwer durchführbar und deshalb wenig zuverlässig. Sie können allenfalls angewendet werden, um die eigenen körperlichen Veränderungen bewußter wahrzunehmen. Als Verhütungsmethode sind sie in den Wechseljahren wenig geeignet.

Die Spirale
Die Spirale ist in den Wechseljahren eher zu empfehlen. Mit zunehmendem Alter wird die häufigste Komplikation - die Entstehung von Entzündungen mit der Folge von Unfruchtbarkeit - seltener beobachtet. Da Frauen in den Wechseljahren normalerweise keinen Kinderwunsch mehr hegen, ist diese Komplikation zudem nur von geringer Bedeutung. in jedem Alter kann die Spirale jedoch stärkere und länger andauernde Blutungen ausl&oesen;. Darüber hinaus können durch die Wechseljahre bedingte Blutungsstörungen durch die Spirale noch verstärkt werden.

Die Barrieremethoden
Mit Hilfe dieser Verhütungsformen soll ein Aufeinandertreffen von befruchtungsfähigen Ei- und Samenzellen verhindert werden. Dies kann erreicht werden durch:

das Einführen eines Scheidenpessars (Diaphragma)
das Aufstülpen einer Gebärmutterhalskappe (Portiokappe)
die Verwendung von chemischen Mitteln wie Scheidenzäpfchen
den Gebrauch eines Kondoms

Diese nicht so sicher verhütenden Barrieremethoden sind in dieser Lebensphase akzeptabler als in jungen Jahren. Es handelt sich bei diesen Methoden um besonders schonende Verhütungsformen. Der Körper ist keinen Belastungen ausgesetzt. Zudem werden sie nur angewendet, wenn Geschlechtsverkehr stattfindet.

Die Sterilisation
Die Sterilisation ist Paaren zu empfehlen, die ihre Familienplanung abgeschlossen haben und keine anderen Methoden mehr anwenden wollen. Da der Eingriff normalerweise nicht mehr rückgängig zu machen ist, sollte dieser Schritt gut überlegt sein. Die Zuverlässigkeit der Sterilisation ist sehr groß; das Risiko einer Schwangerschaft ist äußerst gering (1 - 4 Prozent). Das Auftreten von Nebenwirkungen ist selten und hängt mitunter von der Operationsmethode ab. Im allgemeinen werden durch die Sterilisation weder die Monatsblutungen noch die sexuelle Erlebnisfähigkeit oder der Beginn der Wechseljahre beeinflußt.

Besteht bei einem Paar kein Kinderwunsch mehr, kann zunächst auch die Sterilisation des Mannes in Erwägung gezogen werden. Der Eingriff erfolgt fast immer ambulant und bei örtlicher Betäubung. Er ist somit risikoärmer als bei der Frau.

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