Alternative Behandlungsformen
Entspannungsübungen haben einen positiven Einfluß auf das gesamte Befinden Alternative Behandlungsformen können Beschwerden mildern, bieten jedoch keinen wirksamen Schutz vor Osteoporose oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Sie können daher die Hormonbehandlung lediglich ergänzen.
Naturheilmittel Einige Naturheilmittel sowie Organextrakte (z. B. Kälbermilzextrakt) haben eine anregende Wirkung auf die Hormonbildung der Eierstöcke. Sie sind jedoch nur vor der letzten Regelblutung - bei noch bestehender Eierstockfunktion - wirksam. Andere pflanzliche Präparate können zusätzlich bei Beschwerden wie Hitzewallungen und Schweißausbrüchen verordnet werden (z. B. Frauenmantel, Salbei, Weißdorn). Pflanzliche Extrakte wirken mitunter krampflösend und entspannend (z. B. Melisse, Baldrian). Gegen depressive Verstimmungen werden z. B. Johanniskraut und Kava-Kava eingesetzt.
Körperliche Aktivität Auch körperliche Aktivität kann Wechseljahresbeschwerden entgegenwirken. Schon durch leichten Ausdauersport, wie beispielsweise Radfahren oder Schwimmen, wird der Kreislauf gestärkt. Hitzewallungen, Kopfschmerzen, Schwindelgefühle und auch Schlafstörungen treten seltener auf. Verschiedene Arten von Gymnastik trainieren außerdem den Kreislauf, beugen Osteoporose (Knochenbrüchigkeit) vor und halten den Bewegungsapparat gesund. Bei Beschwerden im Harntrakt kann eine spezielle Beckenbodengymnastik helfen. Darüber hinaus kann ein bestehendes Übergewicht durch körperliche Bewegung vermindert werden. Findet der Sport in einer Gruppe von netten Menschen statt, bedeutet dies außerdem oft den ersten Schritt aus der Isolation. Das so entstandene Gemeinschaftserlebnis läßt seelische Begleiterscheinungen der Wechseljahre zurückgehen.
Streßbewältigung Wechselduschen, Sauna, Bäder und Massagen können eine Therapie ebenfalls unterstützen. Sie regen den Kreislauf an und helfen, Hitzewallungen in den Griff zu bekommen. Einige dieser Maßnahmen wirken außerdem Streß entgegen und fördern einen ruhigen, erholsamen Schlaf. Auch Entspannungsübungen haben einen positiven Einfluß auf das gesamte Befinden. Hierzu zählen Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung, Yoga und Atemübungen. Sie können das allgemeine Wohlbefinden bessern und Schlafstörungen entgegenwirken.
Ernährung Mit Hilfe einer ausgewogenen und vielseitigen Ernährung können nicht nur die leidigen Gewichtsprobleme gelöst werden. Mit zunehmendem Alter steigt der Kalziumbedarf, was in der Ernährung berücksichtigt werden sollte. Insbesondere Milchprodukte enthalten in größeren Mengen den "Knochenbauer" Kalzium. Das vor allem in Fisch und Fischprodukten enthaltene Vitamin D stärkt ebenso die Knochen. Eine gesunde, ballaststoffreiche Kost besteht insbesondere aus Nahrungsmitteln wie Kartoffeln, Gemüse, Obst, Vollkorn- sowie Milchprodukten. Diese Lebensmittel sollten täglich verzehrt werden. Dadurch ist gewährleistet, daß dem Körper genügend lebensnotwendige Vitamine und Mineralstoffe zugeführt werden. Fetthaltige Nahrungsmittel (Fleisch, Wurst, Naschereien) sollten nur in kleinen Portionen mit in den "Speiseplan" eingebaut werden.
Einige Genußmittel können das Osteoporoserisiko zusätzlich verstärken. Übermäßiger Alkohol- und Kaffeegenuß vermindert die Kalziumaufnahme aus dem Darm und fördert die Ausscheidung über den Urin. Dies kann wiederum zu einem gesteigerten Knochenverlust führen. Auch der Griff zur Zigarette sollte gut überlegt sein, da Rauchen das Osteoporoserisiko nachweislich vergrößert.
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