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| Wechseljahre & Hormonsubstitution |
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Die Hormonbehandlung
Hormone bieten wirksamen Schutz vor Krankheiten Auch heute noch werden die Wechseljahre mit all ihren Beschwerden und körperlichen Veränderungen oft als unabwendbares Schicksal hingenommen. Dabei wird vor allem das zunehmende Risiko von Osteoporose (Knochenbrüchigkeit) und Herz-Kreislauf-Erkrankungen unterschätzt. Ein Ausgleich des in den Wechseljahren auftretenden Östrogenmangels kann diesen Gefahren entgegenwirken. Auch die typischen Wechseljahresbeschwerden müssen heute nicht mehr als unvermeidbare Alterserscheinung passiv ertragen werden.
Zur Behandlung stehen mittlerweile eine Fülle von Möglichkeiten zur Verfügung. Im Gespräch mit dem Arzt wird jeweils die persönlich beste Methode gefunden. In den meisten Fällen wird der Arzt eine Hormonbehandlung empfehlen. Nur diese stellt einen wirksamen Schutz vor zahlreichen Krankheiten, wie z. B. Osteoporose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, dar.
Durch die Behandlung können folgende Wirkungen erzielt werden:
 | Typische Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen bessern sich.
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 | Beschwerden im Scheiden-, Blasen- und Harnröhrenbereich werden gelindert.
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 | Falten werden gemildert, die Haut wird glatter.
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 | Hormone können vor Osteoporose und Herz-Kreislauf-Krankheiten schützen.
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 | Möglicher Schutz vor Alzheimer-Krankheit und vor Eierstock- und Gebärmutterkrebs.
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Es gibt verschiedene Formen der Hormonbehandlung. Meist wird heute neben einem Östrogen auch ein Gestagen verordnet. Durch die Östrogenbehandlung kommt es wie im früheren natürlichen Zyklus zu einem Aufbau der Gebärmutterschleimhaut. Durch die zusätzliche Gabe eines Gestagens werden unkontrollierte Schleimhautwucherungen vermieden. Das Gestagen kann über einen bestimmten Zeitraum (Sequenztherapie) oder kontinuierlich zusammen mit dem Östrogen (Simultantherapie) angewendet werden. Bei Frauen, deren Gebärmutter entfernt wurde, ist der zusätzliche Einsatz eines Gestagens nicht erforderlich.
Die Hormonzufuhr kann auf verschiedene Arten erfolgen:
 | über den Mund: z.B. Tabletten
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 | über die Haut: z.B. Pflaster
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 | im Bereich der Scheide: z.B. Zäpfchen
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 | direkt in den Muskel: z.B. Injektion
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Am häufigsten werden heute Tabletten und Pflaster verordnet. Beide führen zu einer Besserung der typischen Wechseljahresbeschwerden und bieten einen Schutz vor Osteoporose (Knochenbrüchigkeit) und Herz-Kreislauf-Krankheiten. Bei der Tabletteneinnahme müssen die Hormone, bevor sie im Körper der Frau wirksam werden können, den Verdauungstrakt und die Leber passieren. Dort geht - vor allem durch Umwandlungsprozesse in der Leber - ein Teil der Hormone verloren. Bei der Anwendung eines Pflasters wird der normale Nahrungskreislauf umgangen. Magen, Darm und Leber werden geschont.
Eine geringere Östrogendosis reicht zur Behandlung aus, da in Darm und Leber kein Wirkstoff verlorengeht. Durch die geringen Östrogenmengen und die gleichmäßige Hormonabgabe durch die Haut können Pflaster besser verträglich sein als Tabletten.
Tabletten Tabletten sind die älteste Behandlungsform zum Ausgleich des Hormonmangels in den Wechseljahren. Dementsprechend steht hier mittlerweile eine große Auswahl von Präparaten zur Verfügung. Die Tabletten werden täglich - möglichst immer zur gleichen Tageszeit - eingenommen. Durch die Routine wird die Einnahme seltener vergessen.
Pflaster Hormonpflaster werden zur Östrogenbehandlung in den Wechseljahren immer beliebter. Sie sind durchsichtig, haben einen Durchmesser von etwa vier bis fünf Zentimetern und werden auf die obere Gesäßregion oder den Bauch geklebt. Die meisten Pflaster werden nach drei bis vier Tagen gewechselt. Seit 1997 gibt es auch sogenannte Sieben-Tage-Pflaster, die nur noch einmal in der Woche ausgetauscht werden müssen. Dies prägt sich leichter ein. Zu Beginn der Behandlung kann jede Frau ihren persönlichen Pflaster-Tag wählen und dann dabei bleiben. Die modernen Pflaster (Matrixpflaster) sind im Gegensatz zu den älteren Pflastermodellen (Membranpflaster) hauchdünn und dadurch auf der Haut kaum zu erkennen. Da sie keinen Alkohol enthalten, sind sie außerdem hautverträglicher als Vorläuferprodukte. Auch die Klebefähigkeit wurde verbessert. Die neuen Pflaster haften sehr gut auf der Haut und lösen sich auch beim Baden oder Schwimmen nicht ab.
Scheidenzäpfchen oder -cremes Beschwerden im Bereich der Scheide oder der Blase können auch durch eine örtliche Behandlung mit Scheidenzäpfchen oder Cremes gemildert oder vollständig beseitigt werden. Die Wirksamkeit des hier verwendeten Östrogens ist jedoch auf den Ort der Anwendung beschränkt. Es ist weder für die Behandlung weiterer Wechseljahresbeschwerden noch zur Vorbeugung gegen Osteoporose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen geeignet.
Injektionen Die Hormone können auch in bestimmten Zeitabständen gespritzt werden. Bei dieser Methode ist allerdings zu bedenken, daß die Behandlung beim Auftreten von Nebenwirkungen nicht sofort unterbrochen werden kann.
Behandlungsdauer Typische Beschwerden, wie Hitzewallungen und Schlafstörungen, treten meistens nur während eines bestimmten Zeitraumes der Wechseljahre (etwa zwei bis fünf Jahre) auf. Wird die Behandlung in erster Linie zur Vermeidung dieser Symptome durchgeführt, kann sie danach beendet werden. Um jedoch einer vermehrten Knochenbrüchigkeit (Osteoporose) gezielt entgegenzuwirken, müssen Östrogene mindestens acht bis zehn Jahre verwendet werden. Sogar die lebenslange Anwendung von Östrogenen wird von Experten empfohlen, da der verstärkte Knochenabbau in vielen Fällen nach dem Absetzen der Behandlung wieder beginnt.
Nebenwirkungen Im Beipackzettel sind alle jemals beobachteten oder auch nur vermuteten Nebenwirkungen aufgelistet. Dazu ist der Hersteller gesetzlich verpflichtet. Ein Teil der aufgeführten Nebenwirkungen ist von der Pille übernommen, obwohl hier andere Östrogene mit viel stärkerer Wirkung eingesetzt werden. Dadurch entsteht ein eher zu negativer Eindruck, der leider oft zum Abbruch der Behandlung führt. Die in den Beipackzetteln aufgeführten Nebenwirkungen treten bei der modernsten aller Arzneiformen - dem Hormonpflaster - kaum auf. Einige treten oft nur vorübergehend auf und klingen nach einiger Zeit wieder ab. Die Behandlung sollte deshalb nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt abgebrochen werden.
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